Full text: Die Werttheorie und das Problem des "Konstanten" (Technischen) Kapitals

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das sie sicher zu stellen scheint, — durch denselben Mecha-- 
nismus, der ihnen als Voraussetzung dient, — zu schweren 
Irrtümern und unentwirrbaren Komplikationen führt, so 
ist es gerade dasjenige, mit dem wir uns eben beschäftigen. 
Welches ist, um die Frage ın ihren wesentlichsten Punk- 
ten zusammenzufassen, unbeschadet einer späteren ins Ein- 
zelne gehenden Untersuchung, der tatsächliche Grund, aus 
dem Marx annimmt, daß das technische (konstante) Kapital 
keinen Mehrwert zuläßt? — Sein Hauptgrund ist genau 
gesprochen folgender: da er sich daran gewöhnt hat, die Pro- 
dukte nicht in sich selbst, sondern durch das Medium der 
Arbeit zu betrachten und darzustellen, sieht er nur unter der 
Form der Arbeit, anstatt unter der Form der Produkte, auch 
die Phänomene der Produktion dieser Produkte und ihrer 
Verteilung zwischen Arbeitern und Kapitalisten. 
$ 5. Die Produkte und nicht die Arbeit als Gegenstand der 
Verteilung und des sozialen Kampfes. 
Eben weil die Produkte den Zweck und die Arbeit das 
Mittel bilden, sind sie und nicht die Arbeit der wirkliche 
und endgültige Gegenstand sei es der Produktion, sei es des 
Klassenkampfes: auf dem Gebiet der Verteilung. Nachdem 
die Arbeit einmal den Produkten zum Leben verholfen hat, 
ist sie für immer verbraucht. Es bestehen nur noch ihre 
Ergebnisse, die Produkte, und diese werden Gegenstand der 
Aufmerksamkeit und des Streites. 
Auch wenn der Arbeit in gewissem Sinn noch Rechnung 
getragen wird, nachdem sie ihre Wirkungen ausgeübt hat, 
geschieht das nicht bei Betrachtung der Vergangenheit, son- 
dern bei Betrachtung der Zukunft, nicht weil sie bestimmte 
Produkte hervorgebracht hat, sondern weil man ihr die Mög- 
lichkeit zur Gewinnung neuer Produkte geben und zu die- 
sem Zweck natürlich ihre Potentialität wieder herstellen will. 
Uebrigens wird die Arbeit unter diesem Gesichtspunkt 
— wie wir schon in unserm «Preis und Mehrpreis» etc. 
S. 106/110 bewiesen haben — von der gegenwärtigen sozialen 
Organisation nicht als abstrakte Energieanwendung betrach- 
tet, die voll ausgewertet und sozusagen ganz auf die 
Produkte übertragen werden kann — wie die Marxsche 
Theorie möchte — sondern als eine Energieanwendung, die 
nur bezahlt wird, soweit die Marktgesetze und die Grund- 
bedingungen der kapitalistischen Wirtschaft es erlauben. 
Gewiß, für diejenigen, die nur durch Verkauf der 
eigenen Arbeitskraft leben können, ist auch dieses Problem
	        
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