Full text: Die Werttheorie und das Problem des "Konstanten" (Technischen) Kapitals

eng an die Arbeit gebunden. Da für sie die erste Frage ist, 
wieviel sie im Tausch gegen die eigene Arbeit erlangen 
können, wird der sie unmittelbarer interessierende Gegen- 
stand, das Verhältnis zwischen der Arbeitsquantität, die sie 
hergeben müssen und dem durch diese Arbeit erlangten 
Unterhalt. 
Aber wir denken in keiner Weise daran, eine so einfache 
Wahrheit zu bestreiten. Wenn wir sagen. daß die Arbeit 
das Mittel und die Produkte der Zweck sind, leugnen wir 
ihr Verhältnis nicht: sondern wir streben nur danach, des- 
sen Charakter und Tragweite genau festzustellen. Dem, der 
zum Verkauf der eigenen Arbeitskraft gezwungen ist, liegt 
die Vergütung, die er dafür empfängt gerade deswegen so 
sehr am Herzen, weil diese Vergütung und schließlich die 
Produkte, in die sie aufgelöst wird, den wahren Endzweck 
bildeu, auf den hin er den Verkauf vollzogen hat. 
Nehmen wir eine sinnlose, aber zur besseren Klärung 
unseres Gedankes nützliche Hypothese an: die Güter (Pro- 
dukte), mit denen die Politische Oekonomie sich beschäftigt, 
könnten von der Natur den Menschen, ohne deren Mitwir- 
kung geliefert werden und zwar in Quantitäten, die sich 
automatisch wiederherstellen, aber immer begrenzt sind. 
Die auf ökonomische Zwecke gerichtete Arbeit würde der 
Definition nach nicht mehr vorhanden sein. Und doch bliebe 
der Kampf zwischen den Menschen um die Verteilung die- 
ser Produkte bestehen. Die Tatsache also, daß der Streit um 
die Verteilung der Produkte auch dann fortdauern würde, 
wenn es keine Arbeit mehr gäbe, bildet — abgesehen von 
dem etwas albernen Charakter der Hypothese — eine Bestä- 
tigung für die Ueberlegenheit, die die Produkte — in ihrer 
Eigenschaft als «Zweck» — gegenüber dem einfachen «Mit- 
tel» Arbeit innehaben, wenn dieser auch die ganze Bedeu- 
tung, die ihr in Wirklichkeit zukommt, zugestanden wird. 
$ 6. Die Ersetzung der Produkte durch die Arbeit und die 
Unproduktivität des «konstanten» Kapitals an Mehrprodukt 
und an Mehrwert. 
Kehren wir nun zum technischen oder fixen («konstan- 
ten» nach der Marxschen Terminologie) Kapital zurück: 
kurz zuvor haben wir behauptet, der wesentliche Grund, 
aus dem Marx annimmt, daß dieses Kapital keinen Mehr- 
wert ergibt, besteht in der Tatsache, daß er schließlich — 
von der eigenen Werttheorie verführt — die Phänomene 
der Produktion und der Verteilung unter der mittelbaren 
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