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Zweiter Abschnitt
Der Wert der Arbeitskraft löst sich auf in den Wert einer be-
stimmten Summe von Lebensmitteln. Er wechselt daher auch mit
dem Wert dieser Lebensmittel, das heißt der Größe der zu ihrer
Produktion erheischten Arbeitszeit.
Ein Teil der Lebensmittel, zum Beispiel Nahrungsmittel, Hei-
zungsmittel usw., werden täglich neu verzehrt und müssen täglich
neu ersetzt werden. Andere Lebensmittel, wie Kleider, Möbel usw.
verbrauchen sich in längeren Zeiträumen und sind daher nur ip
längeren Zeiträumen zu ersetzen. Waren einer Art müssen täglich.
andere wöchentlich, vierteljährlich usw. gekauft oder gezahlt werden.
Wie sich die Summe dieser Ausgaben aber immer während eines
Jahres zum Beispiel verteilen möge, sie muß gedeckt sein durch
die Durchschnittseinnahme tagein, tagaus. Wäre die Masse der
täglich zur Produktion der Arbeitskraft erheischten Waren — A;
die der wöchentlich erheischten == B, die der vierteljährlich er-
heischten — C usw., so wäre der tägliche Durchschnitt dieser Wares
365A + 52B + 4C + usw.
365° Um
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Gesetzt in dieser für den Durchschnittstag nötigen Warenmasse
steckten 6 Stunden gesellschaftlicher Arbeit, so vergegenständ-
licht sich in der Arbeitskraft täglich !/, Tag gesellschaftlicher
Durchschnittsarbeit, oder ?!/, Arbeitstag ist zur täglichen Produk
tion der Arbeitskraft erheischt. Dieses zu ihrer täglichen Produk-
tion erheischte Arbeitsquantum bildet den Tageswert der Arbeits
kraft, oder den Wert der täglich reproduzierten Arbeitskraft
Wenn sich '/, Tag gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit ebenfalls
in einer Goldmasse von 3 Shilling oder 1 Taler darstellt, so is
1 Taler der dem Tageswert der Arbeitskraft entsprechende Prei®
Bietet der Besitzer der Arbeitskraft sie feil für 1 Taler täglich, S9
ist ihr Verkaufspreis gleich ihrem Wert und, nach unserer Voraus
setzung, zahlt der auf Verwandlung seiner Taler in Kapital erpichtt
Geldbesitzer diesen Wert.
Die letzte Grenze oder Minimalgrenze des Wertes der Arbeits
kraft wird gebildet durch den Wert einer Warenmasse, ohne dere!
tägliche Zufuhr der Träger der Arbeitskraft, der Mensch, seine?
Lebensprozeß nicht erneuern kann, also durch den Wert der physisch
unentbehrlichen Lebensmittel. Sinkt der Preis der Arbeitskraft auf
dieses Minimum, so sinkt er unter ihren Wert, denn sie kann sic
so nur in verkümmerter Form erhalten und entwickeln. Der Werl
jeder Ware ist aber bestimmt durch die Arbeitszeit, erfordert. u®
sie in normaler Güte zu liefern.
Es ist eine außerordentlich wohlfeile Sentimentalität, diese au®
der Natur der Sache fließende Wertbestimmung der Arbeitskraft
grob zu finden und etwa mit Rossi zu jammern: „Das Arbeitsver
mögen (puissance de travail) begreifen, während man von de?
Lebensmitteln der Arbeit während des Produktionsprozesses al”
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