Full text: Die Werttheorie und das Problem des "Konstanten" (Technischen) Kapitals

Die Wirkungen der Anwendung des technischen 
Kapitals bei Betrachtung der einzelnen Betriebe 
(in bezug auf die Kapitalisten und bei unverän- 
derter Produktquanftität). 
$ 1. Die Marxsche Darstellung. 
Im vorhergehenden Kapitel haben wir das notwendige 
Produkt und das Mehrprodukt für die «Gesamtheit der Be- 
triebe» betrachtet, d. h. die Gesamtheit der Produktquanti- 
täten abgesehen von jedem Tauschwertbegriff. 
Da wir nunmehr jedoch zur Betrachtung der «einzelnen 
Betriebe» übergehen müssen, die ihrer Definition nach die 
Mitwirkung des Wertes einbegreift, wollen wir zunächst 
vorausschicken, daß wir in diesen und den foglenden Ana- 
lysen immer von der. Annahme ausgehen werden, daß die 
Produktion sich nur bei zwischen den "Unternehmern herr- 
schender Konkurrenz abwickelt und daher die andere Hypo- 
these, nach ‘der sie sich unter vollständiger oder teilweiser 
Monopolherrschaft abwickelt, systematisch vernachlässigen. 
Da Marx tatsächlich in seinen Untersuchungen nur den 
Fall der Konkurrenz in Betracht zieht, können wir die Un- 
terschiede, die in Bezug auf das besondere Problem des tech- 
nischen Kapitals zwischen unserm und seinem System beste- 
hen, nicht genau hervorheben, wenn wir nicht zum größten 
Teil von den gleichen Voraussetzungen ausgehen. Es wird 
jedoch unsern Lesern nicht schwer fallen, diese Lücke durch 
Anwendung der Schlußfolgerungen, zu denen wir gelangen 
werden, auf die Hauptgrundsätze der totalen oder teilweisen 
Monopolherrschaft, wie wir sie in unserm «Preis und Mehr- 
preis» auseinandergesetzt haben, auszufüllen. 
Wie wir in Kapitel IV erwähnt und in einer früheren 
Untersuchung ausführlicher nachgewiesen haben, ist die Ri- 
cardo-Marxsche Werttheorie und mehr noch die Marxsche 
Mehrwerttheorie aufs engste an die Illusion gebunden, bei 
jedem einzelnen Betrieb den gesamten Gewinn des betref- 
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