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Wir haben bis jetzt angenommen, daß die Vermehrung
der Produktion in allen Betrieben proportional sei. Aber
eine solche Hypothese diente, abgesehen davon, daß sie sehr
schwer zu verwirklichen wäre, nur zur Einführung und Er-
leichterung.
Wenn auch in der Quantität der einzelnen Produkte
keine entsprechende Vermehrung stattfindet, so bleiben doch
die Geldproportionen, mit denen die Kapitalisten, da sie die-
selben Rechnungsverfahren anwenden, am kollektiven
Mehrprodukt teilnehmen, gleich. Das einzige Gebiet, auf dem
keine Proportionalität stattfinden kann, ist gerade das, und
zwar nur das, welches sich auf die veränderte Vorausset-
zung, d. h. den neuen größeren Anteil, jedes Kapitalisten am
kollektiven und notwendigen Mehrprodukt, bezieht.
Das entspricht übrigens vollkommen dem, was wir in
einer früheren Untersuchung festgestellt haben («Preis und
Mehrpreis und ihre Beziehungen zu Konsumenten und Ar-
beitern», besonders auf S. 21 - 26).
Wir stellten damals: tatsächlich fest, daß das Verfahren,
mit dem die einzelnen Kapitalisten außer den Kosten die
Profite in Rechnung setzen, und mit dem sie auf diese Weise
an dem kollektiven Mehrprodukt teilzunehmen suchen, in
sich absolut unabhängig von dem in Quantitäten (Gebrauchs-
werten) gemessenen Anteil ist, den jeder von ihnen zur
Bildung des sozialen Reichtums im allgemeinen und des
schon erwähnten Mehrproduktes im_ besonderen beiträgt.
8 3. Die Antriebe zur wachsenden Anwendung des technischen
Kapitals.
Hier könnte man einen Einwand erheben.
Die Vermehrung des Mehrproduktes, die von uns als
Folge der Anwendung des technischen Kapitals . festgestellt
worden ist. wird den einzelnen Kapitalisten in der Form
einer größeren, mit der gleichen Geldquantität erhältlichen
Produktquantität dargeboten.
Aber ein derartiger Vorteil muß, gerade weil er in eine
bloße Vermehrung der Gebrauchswerte aufgelöst wird, als
Anreiz für die einzelnen Kapitalisten, einen wachsenden Teil
ihres Gesamtkapitals in technisches zu verwandeln, ungenü-
gend sein. In Wirklichkeit produziert jeder Unternehmer vor
allem, um zu verkaufen. Das, was ihm, bei sonst gleichen
Bedingungen, am meisten am Herzen liegt und ihn am drin-
yendsten und unmittelbarsten beschäftigt, ist die eigene, in
Tauschwerten und Erwerbsmacht ausgedrückte Einnahme.