fullscreen: Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

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*) Wirtschaftskunde der Schweiz, herausgegeben von Dr. Geehring 
und Dr. Holz, Basel, 1903. S. 74. 
schlossen, der von Herould erworbenen Erfindung zur Her 
stellung von Stahl auf elektrischem Wege näher zu treten. 
Eine im November 1901 zustande gekommene 
Vereinigung sämtlicher bestehender Aluminiumwerke, 
an der also auch die Aluminium-Industrie-Aktien-Ge- 
sellschaft beteiligt ist, verfolgt hauptsächlich den Zweck, 
die Verkaufspreise in niedrigsten Grenzen zu halten, um 
der Verwendung von Aluminium immer mehr Gebiete 
zu eröffnen. 
Ein weiterer wichtiger Zweig der elektrochemischen 
Industrie der Schweiz ist die Calciumkarbid-Darstellung. 
2-1,000 PS. werden diesem Industriezweige zurzeit dienst 
bar gemacht. Calciumkarbid dient bekanntlich zur 
Acetylenbereitung, spielt also in der Beleuchtungstechnik 
eine bedeutende Rolle. Es wird in grossem Masse in 
den Karbidwerken fabriziert, indem man unter Mitwirkung 
einer starken Wärmequelle, wie sie nur der elektrische 
Lichtbogen entwickelt, gebrannten Kalk und Koks mit 
einander in chemische Reaktion bringt. Die nötigen 
Temperaturen liegen zwischen 2400—3000° C. Seiner 
Eigenschaft als vorzüglicher Energiespeicher, welche 
es ermöglicht, für verhältnismässig geringe Kosten an 
jedem beliebigen Orte, wohin es transportiert wird, eine 
grosse Anzahl Acetylenbrennerzuspeisen, hatdas Calcium 
karbid seine weitverbreitete Verwendung zu verdanken. 
Die Zahl der Karbidwerke steigt von Jahr zu Jahr. 
Grosse Werke sind in der Schweiz in Lauterbach, 
Thusis, Gampel, Gurtnellen und Flums. Die Stadt 
Genf stellte 2 grosse I urbinen auf, die von Wassern 
der Rhone und der Arve gespeist werden.*)
	        
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