Full text: Bankbuchhaltung

1- C. Die Hauptbuchhaltung. 
halb zu Beginn und am Ende der Abschlußperiode den Bestand 
aufnehmen. Der größeren Überssichtlichkeit wegen werden die 
Tagesumsätze in eine Vorsspalte gesetzt, so daß dann, aufaddiert, 
die Monatsumsätze in der Hauptspalte deutlich hervortreten. 
Das Hauptbuch ist der Extrakt der zusammengezogenen, vorher 
so weitläufigen Konten. Der Einzelposten in der speziellen Tages- 
primanota ist untergegangen im Gesamtumsatz des Sachkontos, 
der die sämtlichen Primanoten berücksichtigt. 
So reihen sich an den Bestandsvortrag Tages- und Monatsum- 
sätze und geben die Möglichkeit zur Aufstellung von T ag es- un d 
Mona tsbilanzen. In der Tagesbilanz (Form. Nr. 92 
S. 132) erscheint zunächst der alte Saldo jedes Kontos, dann der 
Umsatz im Soll und Haben und schließlich der neue Saldo. Die Dif- 
ferenz zwischen den Summen der beiden Salden muß dann gleich 
sein der Differenz zwischen den Endsummen der Soll- und Haben- 
umsätze. Diese Roh- und Saldobilanz dient zum Abstimmen der 
Hilfsbücher mit dem Hauptbuch und leistet außerdem dem Geschäfts- 
leiter bei seinen Dispositionen für Kapitalanlage, Kreditgewäh- 
rung, Ausnützung der Konjunktur usw. gute Dienste. Die letzte 
Tagesbilanz im Monat ist dann die sog. Monats bil anz. 
Die Z weimonatsbilanzen der Aktienbanken sind Zwi- 
schenbilanzen, die unabhängig vom Abschluß des Hauptbuches 
aufgestellt werden. Es handelt sich wie bei den Tages- und 
Monatsbilanzen um Bruttobilanzen ohne Ausscheidung aller Auf- 
wendungen und Erträgnisse. Besonders die für eine exakte Er- 
folgserrechnung notwendigen Abschlußbuchungen (Abschreibungen, 
transitorische Posten usw.) werden hier nicht vorgenommen. Die 
Zahlen der Zwischenbilanzen werden an die Reichsbank mitgeteilt 
und von dieser in Zusammensstellungen veröffentlicht !). Sie sollen 
vor allen Dingen ein Bild über den Stand der Liquidität geben 
und eine gewisse Kontrolle der Banken durch die Öffentlichkeit 
ermöglichen. 
Die Hauptbuchkonten werden nach Ablauf der zumeist 
ganzjährigen Gesschäftsperiode abgeschlossen ?). Die Bessitzstands- 
aufnahme muß sich im Bankbetriebe, der es überwiegend mit 
abstrakten Verrechnungswerten zu tun hat, vor allem auf die 
Aufzeichnungen in den Büchern (Vergleich der Konten mit den 
Skontren, Parallelbüchern und anderen Hilfsbüchern) stützen. Nur 
1) Vergl. Kalveram: Bankbilanzen S. 1253 
h t Abschluß der Kontokorrentkonten erfolgt im Gegensatz dazu 
albjährig. 
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