Buchhaltungsformen im Banktgeschäft. 19
bücher für die geraden und solche für die ungeraden Tage vor-
handen. Das System hat gegenüber dem Loseblättersnstem eine
größere Schwerfälligkeit; verhütet andererseits aber sicherer ab-
sichtliche oder unabssichtliche Unkenntlichmachung oder ein Ver-
schwinden der ersten Eintragungen.
Die Bankbuchhaltung wird nicht durch die snstematischen Bü-
cher der Doppik: Grundbücher, Sammelbuch und Hauptbuch er-
schöpft. Die Fülle der ihr zugewiesenen Aufgaben macht es not-
wendig, diesen für das System obligatorischen Büchern eine
große Zahl von Hilfsbücdchern anzugliedern. Da die Ge-
schäftsvorfälle nicht nur unter dem Hauptgesichtspunkte der Er-
folgserzielung, sondern unter verschiedenen Gesichtswinkeln be-
trachtet werden müssen, da nicht nur die absoluten Zahlen,
sondern auch die Verhältnisse der Zahlen zueinander von Bedeu-
tung sind, so ist eine Zusammenfassung des Buchungsmaterials
in gleicher oder abweichender Anordnung in Nebenbüchern not-
wendig. Gleichzeitig bilden diese Nebenbücher ein Werkzeug zur
Ausübung der notwendigen Kontrollfunktionen.
Die wichtigste zu den außerhalb des Systems der Doppik stehenden
Büchern zählende Buchhaltungseinrichtung ist die Rontokor-
rent-Buchhaltung, in welcher für jeden Bankkunden und
Bankkorrespondenten ein Sonderkonto geführt wird, während diese
lebenden Konten in der ssnstematischen Buchhaltung
zu einem oder zu wenigen Sammelkonten (toten Ronten)
zusammengefaßt werden !).
Zu den Nebenbüchern rechnen ferner eine Anzahl von Skon-
tren, welche Einzeltatsachen aufnehmen, die zur Ergänzung
der Eintragungen in den Primanoten und Konten, besonders zum
Nachweis der Bestandsmenge und Bestandsbewegung dienen, oder
die Eintragungen der systematischen Buchhaltung in anderer An-
ordnung und auf Grund anderer Quellen aufnehmen, um auf
eine spezielle Frage der Leitung Antwort zu geben oder der
Rontrolle zu dienen.
Schließlich enthält die Bankbuchhaltung zahlreiche Beibücher
un d Listen, welche die geordnete Durchführung der Geschäfts-
tätigkeit erleichtern sollen (Terminkalender, Konditionenbücher
usw.). Umfang und Gliederung einer Bankbuchhaltung können
nicht allgemeingültig, sondern nur unter Beachtung des beson-
deren Charakters eines Instituts bestimmt werden.
; "nder Gliederung und Art der Führung des Kontokorrents siehe