neuer Lokomotiven nicht nur in gleicher Höhe wie vor
jem Kriege, sondern auch in verstärktem Maße fortgesetzt.
Demzufolge verfügten die deutschen Länderbahnen im Jahre 1918
über einen Lokomotivbestand von rund 33 000 Stück. Dieser Be-
stand verminderte sich durch Kriegsverluste, Abgabe nach dem
Friedensvertrage und durch die Gebietsabtretungen, ferner noch
durch eine verstärkte Ausmusterung, die infolge der eingetretenen
Überalterung dringend notwendig war, trotz erheblicher Neu-
veschaffungen, sehr rasch, so daß die Reichsbahn im Jahre 1920
nur noch über einen Bestand von 30 000 Lokomotiven verfügte. Zu
Beginn des Geschäftsjahres 1925 (Oktober 1924) betrug die Zahl
jer vorhandenen Lokomotiven rund 29 500. Durch die notwendige
verstärkte Ausmusterung und infolge der geringen Neubeschaffung
ist der Bestand weiter gesunken; er betrug am Ende des Geschäfts-
jahres 1925 (31. Dezember 1925) 27373 Stück. Die von 1920 ab
erfolgte jährliche Ausmusterung und Neubeschaffung von Loko-
motiven geht aus der folgenden Tabelle hervor:
Dampflokomotiven
Geschäftsjahr Ausmusterung | Beschaffung
1920 690
1921 1849
1922 1585
1928 1500
19241) 607
199252) 92479
2117
1804
1627
1018
432
247
... Durch die starke Ausmusterung älterer Maschinen ist das
durchschnittliche Lebensalter der Lokomotiven etwas ver-
bessert worden.“
Demnach sind die Abtretungen durch die verstärkte Be-
schaffung während und nach dem Kriege nahezu wettgemacht worden.
Die Verbesserung, d. h. Verkürzung des durchschnittlichen Lebensalters
Wirkt im Sinne einer Verringerung der demnächstigen und Erhöhung der
späteren Ausmusterung. Noch günstiger sind die Ergebnisse für Wagen:
Personen- | Gepäck- | Güter-
waren waren wagen
A —
Gesamtbestand der Staatsbahnen
1. IV. 1914
1918
Nach Abgabe laut Friedensvertrag
. 1. IV. 1920
Bei Übernahme durch Reichsbahnges.
1. X. 1924
Am 31. XIL 1925
64422 | 17927 | 669050
starke Steigerung
64518 17232 609 917
67 904 23 018 707 609
64 182 21 8831 689 119
') 1. April bis 80. September 1924.
?) 1. Oktober 1924 bis 31. Dezember 1925.
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