Sumatra ist hinsichtlich des Bodens und Klimas für den
Reisbau ebenso günstig gestellt wie Java. Die Unerschlossenheit
des Landes und die rückständigere Kultur seiner Bewohner
lassen ihn hier aber nicht zu der Ausdehnung und Intensität ge-
langen wie dort. Da die Bevölkerung Sumatras nicht so dicht
ist wie diejenige Javas, fand früher — Anfang der sechziger
Jahre — eine ziemlich bedeutende Reisausfuhr statt, die aber
heute in eine erhebliche Einfuhr umgeschlagen ist.
Obwohl die Insel Bor neo mit ihren 750 000 qkm Fläche kaum
2 Millionen Einwohner trägt, genügt die Reisernte dieses Landes
noch nicht einmal, sie zu ernähren. Die Kultur wird hier auf
trockene Art betrieben. Wie auf Sumatra, so ist auch auf Borneo
der Reisbau noch sehr der Ausdehnung fähig.
Celebes. Hier tritt an Stelle des Reises als Nahrung der Be-
völkerung schon vielfach der Mais. Wasserreiskultur ist kaum
bekannt, der trockene Reisbau in manchen Gegenden aber sehr
verbreitet. Doch steht die Bewirtschaftung der Felder auf recht
tiefer Stufe. Trotzdem wurde früher noch soviel Reis gebaut,
daß ein Teil der Ernte ausgeführt werden konnte.
Auf den kleinen Sundainseln Bangka und Billiton steht
der Reisbau auf niederer Stufe; nur trockne Felder sind be-
kannt. Beide Inseln sind auf Einfuhr angewiesen. Dagegen
erzeugt die vorzügliche Reiskultur auf Lombok so viel
Überschuß, daß der Reis einen wichtigen Außenhandelsartikel
der kleinen Insel bildet. Die Ausfuhr geht nach den benach-
barten kleinen Sundainseln, aber auch bis nach Singapore
und China, in letzter Zeit auch nach Reunion, Mauritius und
Australien.
Unter dem Einfluß der Engländer, die in Perak eine große
Bewässerungsanlage geschaffen und Versuchsstationen im Lande
eingerichtet haben, hat sich in den Verbündeten Malaiischen
Staaten der Reisbau außerordentlich gehoben, zumal die natür-
lichen Voraussetzungen für ihn sehr günstig sind. Im Jahre 1921
standen insgesamt 669 262 Acres, oder !/, Acre auf den Kopf
der Bevölkerung, unter Reis. Jack hat berechnet, daß 0,62 Acre
auf den Kopf nötig wären, um von der Einfuhr unabhängig zu
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