Full text: Reis

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werden. Etwa die Hälfte der Erzeugung fällt auf die Staaten 
Kedah und Kelantan. 
Indochina hat ein für die Reiskultur geeignetes Klima und 
ausgedehnte Strecken vorzüglichen Bodens. Doch kommen 
durch die Unsicherheit der Monsunregen Mißernten vor. Von 
seinen fünf Provinzen hat Laos nur unbedeutenden Reisbau; 
Anam erzeugt noch nicht genügend Reis für den eigenen Bedarf. 
Dagegen bringen Cambodja, in erster Linie aber Cochinchina 
und Tonkin einen sehr bedeutenden Ausfuhrüberschuß her- 
vor. In der Ebene von Untertonkin macht das Reisland 90% 
des bebauten Bodens aus; und in Cochinchina bietet das Delta 
des Mekong mit seinem fruchtbaren Schwemmland dem Reisbau 
die denkbar günstigsten Bedingungen. Während Indochina 
früher als Ausfuhrland für Reis vollkommen hinter Burma zu- 
rücktrat, hat es in den letzten Jahrzehnten immer mehr den 
Wettbewerb mit ihm aufgenommen. 1878 betrug die Reisaus- 
fuhr erst 375 000 t, sie stieg aber zunehmend bis zum Jahre 1902 
auf 1115000 t. Infolge schlechter Ernten erfolgte dann ein 
Rückschlag, der sich aber bis 1907 (1 256 000 t) mehr als aus- 
geglichen hatte. Auf dieser Ziffer etwa blieb die Ausfuhr lange 
Zeit stehen; erst in den letzten Jahren ist sie noch etwas ge- 
stiegen: 1921 erreichte sie 1720 000 t. Auf dem Weltmarkt 
spielt der Reis von Indochina die Rolle des schlechtesten und 
daher billigsten Erzeugnisses. Hauptabnehmer des indochine- 
sischen Reises sind deshalb in erster Linie die französischen 
Kolonien, China, Japan, Niederländisch-Indien, die Philippinen, 
Hongkong, Singapore; in Europa findet er nur im französischen 
Mutterlande und in Portugal Absatz. Doch scheint Indochina 
auch eine gewisse Reiseinfuhr zu haben. Es ist das jedoch nur 
ungeschälter Reis, der in den Reismühlen des Landes geschält 
und dann wieder ausgeführt wird. 
Den größten Aufschwung als Reisausfuhrland hat unzweifel- 
haft Siam genommen. Die Temperatur des Landes ist hoch und 
nur geringen Schwankungen unterworfen. Die Monsunregen 
treten ergiebig, wenn auch nicht so regelmäßig wie in Burma ein. 
Der gebirgige Norden und der Anteil Siams an der Malaiischen
	        
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