1011
mit Reis bepflanzt sind. Nicht ganz so günstig steht es mit
Oberburma, wo etwa 43% des Kulturbodens unter Reis stehen.
Trockenreiskultur wird hier noch bis zu 2000 m Höhe erfolgreich
betrieben. — Burma ist nicht nur lange Zeit der Hauptreislieferant
für den europäischen und südostasiatischen Markt gewesen,
sondern es ist noch bis heute die Kornkammer der dichtbevölkerten
Provinzen Britisch-Vorderindiens, die nicht alle
genügend Reis für den eignen Bedarf erzeugen. Die Reisausfuhr
ist schon seit langer Zeit von allergrößter Wichtigkeit für das
Land gewesen, betrug sie doch schon 1883/84 850 000 t im Werte
von 105 Mill. Mark und machte somit 80% des Gesamtexportes
aus. Damals war Europa der beste Kunde; es nahm 688 000 t
ab, Amerika kaum 30 000 t, der Rest ging in die Länder Ostasiens.
Schon damals war Rangun der Hauptausfuhrhafen, da
von hier allein über 500 000 t verschifft wurden. Die Ausfuhr
nach Britisch-Vorderindien wird in der Statistik unter der
Rubrik „Küstenhandel‘“ von dem Außenhandel getrennt geführt.
Folgende Tabelle gibt Aufschluß über die Entwicklung und Bedeutung
des burmanischen Reishandels:
Gesamtreishandel davon Außenhandel
t
1882—87 1 066 000
1900 1450 000 8
1903 1488 000 122 000
1904 1 772 000 207 000
1905 1 714 000 251 000
1906 1 722 000 555 000
1907—08 2395 000 980 000
1908—09 2431 000 1157 000
Nach Schumacher, der aber die auf den Küstenhandel entfallende
Menge nicht herausstellt, setzt sich die Reihe folgendermaßen
fort:
1909/10: 2598000 t 1912/13: 2917000 t
1910: 1: 12,403000 t 1913/14: 2698000 t.
1911/12: 2438000 t
Diese gewaltige Ausfuhrmenge zeigt wohl kleine Schwankungen,
läßt aber nirgends eine ausgesprochene Mißernte ervar!