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Hirse zurück, die über die Hälfte des Kulturlandes bedeckt,
während der Reis nur etwa 10% der Kulturfläche ausmacht.
In den Zentralprovinzen halten sich Reis, Weizen und Hirse
annähernd die Wage. — Der Trockenreis spielt in Ostindien eine
sehr große Rolle. Terrassenkultur ist unbekannt.
Folgende Tabelle (aus Copeland, S. 266) gibt einen Überblick
über den indischen Reisbau (mit Einschluß Burmas) für 1916/17:
n Produktion
Acres’) Total ! per Acre
‚ ‚ewt.?)
Bengal: sr. ee te ana er + 4 ek» ale» 21 120 000 8 028 000 7,6
Bihar and: Orissa 4. 16 442 000 8 898 000 10,8
Madrast rer 11377 000 5536 000 9,7
Bun rk ek a a er 10520 000 4417 000 8,4
United Provinces 0.0 7156 000 2675 000 7,5
Central Provinces and Berar...... 5 086 000 1481 000 548
Asa er re ae eeleelehe aE 4265 000 1 406 000 6,6
Bombay er r Re Brle en 2430 000 1 094 000 9,0
Sind a 1220 000 490 000 8.0
CO Beer 7 KA 84 000 54000 ı 12,9
Total || 79700000 | 34079000 8,6
Ostindien gehört zu den Ländern, die Reis ein- und ausführen.
Die Ausfuhr ist zwar bedeutend, geht aber wegen des wachsenden
Verbrauchs im Lande selbst zurück. Hauptabnehmer sind
Ceylon und die Straits-Settlements. Die Einfuhr, vor allem aus
Burma, überwiegt den Export sehr erheblich.
Die Insel Ceylon war im Altertum der Treffpunkt großer
Handelsflotten, die Reis nach aller Herren Länder verfrachteten.
Die Landwirtschaft stand in Blüte, wie die großartigen alten Be-
wässerungsanlagen bezeugen. Später setzte ein Verfall ein; nach
alten singhalesischen Berichten soll schon im 2. Jahrh. v. Chr.
Reis von der Coromandelküste eingeführt worden sein. Obwohl
durch die Fürsorge der Engländer die alten Anlagen z. T. wieder-
hergestellt worden sind, ist das dichtbevölkerte Ceylon heute
starkes Einfuhrland für Reis. Seine Kultur ist die Lieblings-
l) 1 Acre = 0,4 ha.
2) 1 cwt. = 50,8 kg.
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