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der nassen Reisfelder' nicht. Jack (73, S. 62) berichtet, daß
die Eingeborenen auf der Malaiischen Halbinsel stellenweise mit
Knochenmehl, Blutmehl und Guano düngen. Auf die Felder
wird dieser Dünger breitwürfig gestreut oder nach der Boden-
bearbeitung mit dem Berieselungswasser geführt. Zuweilen
düngt man auch die Saatbeete, oder man steckt nur die zur Ver-
pflanzung herausgezogenen und gebündelten Sämlinge in einen
Teig von Dünger.
Das Berieselungswasser stellt in Gebirgsgegenden mit leicht
zerstörbaren oder löslichen Gesteinen eine reiche, dazu oft fast
die einzige Nährstoffquelle dar. Die Nährstoffe sind im Wasser
entweder gelöst enthalten oder finden sich darin ungelöst, als
Gesteinsteilchen in Schlammform schwebend. Diese letzteren
werden, solange das Wasser noch ein hinreichendes Gefälle be-
sitzt, mitgerissen und erhalten sich schwebend; sie sinken aber
schnell zu Boden, sobald die Strömung des Wassers langsamer
wird. Das ist nun insbesondere der Fall, wenn das Wasser auf
das Reisfeld geleitet wird. Diese Tatsache ist zu berücksichtigen,
wenn man zu entscheiden hat, wie viele Sawahs mit demselben
Wasser überströmt werden können, ohne daß dieses dabei zu
arm an Sinkstoffen wird. Die Wasserführung durch das Reis-
feld wird nie eine ganz gleichmäßige Verteilung der Sinkstoffe
und damit eine gleichmäßige Ernährung der Reispflanzen zu-
lassen. Daraus folgt dann ein nicht ganz gleichmäßiges Reifen
des Feldes. Die Sawahs zeigen diese Ernährungsverschieden-
heiten bereits vor der Blütenbildung, indem die Pflanzen an den
Rändern und an den Zuflußstellen, und von diesen ausstrahlend,
kräftiger und tiefer grün sind als die in den übrigen Teilen des
Feldes (121, 5. 528).
Über die düngende Wirkung des Berieselungswassers sind in
Java eingehende Untersuchungen angestellt worden (13; aus-
führliches Referat in 121, S. 584 u. f.), die folgende Hauptresul-
tate ergeben haben. Wird eine Reihe von Sawahs mit demselben
stark schlickhaltigen Wasser berieselt, so setzt sich etwa die
Hälfte der Sinkstoffe in dem ersten Felde zu Boden. Beim
Durchströmen der folgenden Felder nimmt der Gehalt an Sink-