Full text: Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

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Näherinnen und Modistinnen als solche bezeichnet haben, eben 
keine Ferien sind, sondern Zeiten der Arbeitslosigkeit, wie 
es übrigens verschiedene auf dem Fragebogen vermerkten. 
Wenn wir trotzdem die Zahlen in der Tabelle beliessen, so ge 
schah es vom Standpunkte der absoluten Objektivität. Es haben 
aber in Tat und Wahrheit nur 37 Schneiderinnen, Näherinnen 
und Modistinnen Ferien, welche Fälle, besonders die 24 bezahlten, 
immerhin noch Beachtung verdienen, da das Gesetz ihnen ja gar 
keine zugesteht. Bureauangestellte haben in ihrer Gesamtzahl 
Ferien, während bei den Ladentöchtern 33, also eine immerhin 
grosse Zahl, keinen Urlaub erhalten, und von den 111 mit Ferien 
haben 7 während dieser Zeit sogar noch Gehaltsausfall. Die 
ländlichen Verhältnisse zeigen sich in bezug auf bezahlte Ferien 
schlechter als die städtischen. 
Ueber die Dauer der Ferien und dabei jeweils über die 
Frage „bezahlt oder unbezahlt“ gibt folgende Tabelle Auskunft. 
Zahl der Ferientage 
Berufszweig; 
Bis 6 Tage 
10 Tage 
14 Tage 
Mehr als 14 Tage 
Be- 
Unbe- 
Be- 
Unbe- 
Be- 
Unbe- 
Be- 
Unbe- 
zahlte 
zahlte 
zahlte 
zahlte 
zahlte 
zahlte 
zahlte 
zahlte 
Handel . . . 
47 
17 
41 
2 
6 
5 
Schneiderei. 
5 
— 
— 
i 
3 
4 
4 
43 
Näherei . . . 
1 
2 
2 
— 
3 
4 
— 
4 
Bureau . . . 
11 
— 
1 
— 
12 
— 
1 
— 
Glätterei . . 
2 
— 
1 
— 
— 
2 
— 
— 
Modes .... 
— 
— 
2 
— 
4 
— 
— 
3 
Diverse . . . 
4 
1 
— 
— 
1 
— | 
— 
— 
Total 
70 
3 
23 
i 
64 
42 | 
11 
55 
Von den bezahlten Ferien, die ja im Grunde genommen 
allein ein Interesse in Anspruch nehmen, entfallen also 70 auf 
je eine Woche, 23 auf 10 Tage, 64 auf zwei Wochen und 11 
auf mehr als 2 Wochen. Handel und Bureau verteilen sich unge 
fähr in gleichem Verhältnis auf diese Gruppen. Die Schneiderei 
zählt 7 Glückliche mit 14 und mehr Tagen bezahlter Ferien, 
Modes und Näherei 4 resp. 3 mit je 14 Tagen. 
Sind auch die Ziffern klein, so geben wir hier doch die 
Prozentzahlen der bezahlten Ferien. An der Spitze steht Bureau
	        
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