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empfiehlt Jack die Zeit 3—4 Wochen vor der Reisernte, wenn
das Land gerade trockengelegt ist.
Reichlich wird Gründüngung auch in Italien angewendet;
Klee und Lupinen, auch Bohnen und Wicken dienen haupt-
sächlich dazu. Gesät werden diese Pflanzen im Herbst, wenn das
Wasser von den reifenden Reisfeldern abgelassen worden ist.
In dem feuchten Boden und bei der noch herrschenden günstigen
Temperatur hat die Saat zur Zeit der Reisernte schon einige Fort-
schritte gemacht. Wenn der Reis das Feld verlassen hat, wird
Superphosphat gegeben, das die Wurzelbildung der Grün-
düngungspflanze fördert, so daß sie den Winter gut übersteht,
im Frühjahr bei jeder günstigen Temperatur wächst und Ende
April, wenn der Reis gesät wird, schon untergepflügt sein kann.
Für die Wahl der Gründüngungspflanzen ist im allgemeinen
zu empfehlen, in jedem Anbaugebiet, wo Gründüngung ein-
geführt werden soll, zunächst mit den im Lande einheimischen
oder verbreiteten Leguminosen Versuche zu machen und erst,
wenn kein Erfolg damit erreicht wird, Gründüngungspflanzen
heranzuziehen, die sich in anderen Gebieten mit ähnlichen
Klima- und Bodenverhältnissen schon bewährt haben.
Um die Zersetzung der untergepflügten Gründüngungspflanze
zu fördern, ist oft eine Zufuhr von Kalk geboten, nämlich über-
all da, wo Kalkmangel oder Neigung zur Versauerung des Bodens
besteht. Zu reichliche Kalkung kann aber, besonders in den
Tropen und Subtropen, zu Schädigungen führen, z. B. leidet die
Körnerqualität: es wird ein mehliges, also stickstoffarmes und
weiches Korn gewonnen.
Durch Stickstoffdüngung über ein gewisses Maß hinaus
wird der Ertrag nicht mehr gesteigert. Die Pflanze nimmt zwar
größere Mengen des Stickstoffs auf, als zum Aufbau der Organe
erforderlich sind, jedoch findet diese „Luxuskonsumption“‘
wesentlich in den vegetativen Organen, weniger in den Samen
statt; man erntet stickstoffreicheres Stroh, der Stickstoffgehalt
der Körner wird aber wenig gesteigert. Üppige, stickstoffreiche
Halme neigen aber mehr zum Lagern. Wie überhaupt beim
(Getreidebau vermeide man auch beim Reisbau zu reichliche