39
verwendet. Gestreut wird kurze Zeit vor der Bodenbearbeitung
für die Saat, beim Anbau von Gründüngungspflanzen auch im
Herbst. — Eisen verlangt der Reis nur in äußerst geringen
Mengen.
Fesca (56, S. 122) schreibt zusammenfassend über die Reis-
düngung folgendes: „Nehmen wir das Düngerbedürfnis des
Bodens zu 75kg Stickstoff und 130 kg Phosphorsäure an, so
würden wir beispielsweise, um dasselbe möglichst mit mäßig ver-
rottetem Stallmist, der etwa 0,5% Stickstoff, 0,26% Phosphor-
säure und 0,63% Kali enthält, zu befriedigen, 15 000 kg pro
Hektar aufzubringen haben, die (rund) 75 kg Stickstoff, 40 kg
Phosphorsäure und 94 kg Kali enthalten. Durch diese Düngung
ist das Stickstoffbedürfnis des Bodens voll gedeckt, und es ist
demselben außerdem erheblich mehr Kali zugeführt, als in einer
guten Reisernte enthalten ist; dagegen sind noch 90 kg Phosphor-
säure erforderlich; es würden demnach noch 450 kg Super-
phosphat von 20% als Beidüngung zu geben sein. Wendet man
andere Düngemittel an, so sind die erforderlichen Mengen nach
ihrem Gehalt an Nährstoffen zu berechnen; gute Fäkalien sind
hinsichtlich Stickstoff- und Phosphorsäuregehaltes dem mäßig
verrotteten Stalldünger mindestens gleichzusetzen... Be-
sonders auf kaliarmen Böden dürfte es sich empfehlen, das
Phosphat teilweise durch Holzasche zu ersetzen. Wendet man
z. B. neben nur 350 kg 20proz. Superphosphat 600 kg Laub-
holzasche an, so führt man etwa die gleiche Menge Phosphor-
säure, außerdem aber noch 60 kg Kali und 180 kg Kalk dem
Boden zu. Da von der Phosphorsäure kaum mehr als 30 kg
von den Ernteprodukten aufgenommen werden, so verbleiben
etwa 100 kg im Boden, die von späteren Ernten, wenn auch im
geringeren Prozentsatz, ausgenutzt werden; es findet demnach
eine allmähliche Phosphorsäurebereicherung im Boden statt,
und es kann daher mit der Zeit die Phosphatdüngung zumeist
eingeschränkt, freilich wohl kaum gänzlich unterlassen werden.
Durch mäßige Kalkung oder Holzaschedüngung, wodurch das im
Boden sich bildende Eisenphosphat in Kalkphosphat übergeführt
wird, wird die Ausnutzung dieser ‚Bodenphosphorsäure‘ erhöht.“