benutzen eıne Sämaschine, die die Körner ın einem Umkreis
von 20 Fuß schleudert. An Saatgut braucht man bei diesen
Methoden 45—65 lbs pro Acre.
Ein bei Getreide sonst nur selten angewendetes Verfahren ist
das Verpflanzen, wie es in Japan, China, Ostindien (wo es
„rawa‘‘ heißt), in Java, auf der Malaiischen Halbinsel, den
Philippinen usw. geübt wird. Verpflanzen ist die typische süd-
ostasiatische Reisbaumethode und gewinnt noch immer an Ver-
breitung. Schon vor Beginn der Bearbeitung der übrigen Sawahs
wird die Herrichtung der Saathbeete vorgenommen. Für diese
wählt man in Java Sawahs oder Teile von ihnen aus, die leicht
zu bewässern sind. Doch benutzt man hierzu keinesfalls ein be-
sonders fruchtbares Stück, sondern lieber ein solches von mitt-
lerer Bodenbeschaffenheit. Denn die Erfahrung hat gelehrt,
daß die auf sehr gutem Boden gewachsenen jungen Reispflanzen
später langsamer und schwerer anzuwachsen pflegen als die von
weniger nahrhaftem Boden stammenden. Die Bearbeitung des
für die Anlage der Saatbeete ausgewählten Areals erfolgt in der
gleichen Weise wie die der Sawahs, nur mit dem Unterschiede,
daß die zeitlichen Zwischenräume zwischen den einzelnen Be-
arbeitungen auf wenige Tage beschränkt werden. Das geschieht
deshalb, weil die Aussaat 30—40 Tage vor der Umpflanzung der
Sämlinge vorgenommen sein muß. Aus diesem Grunde entfernt
man vorher nach Möglichkeit alle gröberen Pflanzenreste. deren
Verwesung längere Zeit erfordern würde. So ist es möglich, die
Saatbeete innerhalb von 4—7 Tagen fertigzustellen. — Diese
schnelle Bearbeitung ist aber sicherlich für den Zustand des
Bodens wenig günstig, und deshalb vermeidet man es auch, die
Saatbeete in zwei aufeinander folgenden Anbauperioden am
gleichen Orte anzulegen.
Die Saatbeete liegen meist in größerer Anzahl zusammen.
Ihre Breite beträgt 3—4 Fuß; ihre Länge ist sehr verschieden
und hängt z. T. von den Größenverhältnissen des betr. Sawahs
ab. Am Tage der Aussaat pflegt man kein Wasser mehr zuzu-
führen. Das Aussäen des Reises kann in zweierlei Weise ge-
schehen. In früherer Zeit wurden fast ausnahmslos die Rispen
Winkler, Reis (Monograph. z. Landwirtsch. warm. Länd.). Ba. III
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