Full text : Reis

Säen erfolgt ist, der Boden schnell austrocknet und an der Oberfläche
 erhärtet, wird breitwürfige Saat bessere Ergebnisse haben,
da die oberflächlicher liegenden Körner mit ihren Keimlingen
die feste Bodenschicht besser durchbrechen können. Gileichmäßiges
 Bestocken und Reifen erreicht auch die Verpflanzungsmethode,
 wenn in Reihen gepflanzt wird; dabei soll der Ertrag
höher und die Qualität besser sein als bei den andern beiden
Methoden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Verpflanzmethode
 ist die Ersparnis an Saatgut. Auf Feldern, die
nicht berieselt werden können, sondern vom Regen abhängig
sind, ist die Verpflanzmethode nur dann verwendbar, wenn die
Regen erfahrungsgemäß pünktlich und kräftig genug einsetzen.
Der Hauptnachteil der Methode, der sie unter Umständen ausschließt,
 ist, daß sie viele Hände erfordert.
Wie schon erwähnt, verliert der gespeicherte Reis ziemlich
schnell einen Teil seiner Keimkraft. Copeland rät deshalb
dringend, Keimproben anzustellen, was beim Reisbau noch
sehr wenig üblich sei. Wenn das Keimprozent niedriger als 90
ist, muß eine entsprechende Erhöhung der Saatmenge erfolgen.
6. Bewässerung.
Der Trockenreis bedarf keiner Bewässerung. Der Wasserreis
kann nur in wenigen Gebieten der Erde durch Aufstauung des
Regenwassers genügend berieselt werden; fast allgemein wird
bei seiner Kultur künstliche Bewässerung angewendet. „Bewässerung
 ist die Technik der Reiskultur‘, sagt Copeland.
Sie steht in Beziehung zu so eigenartigen Kulturverfahren wie
das Dichtmachen des Bodens und das Verpflanzen der Sämlinge;
zur Bevorzugung der Ammoniumsalze vor den Nitraten von
seiten des Reises; zu den besonderen Reisunkräutern und zur
Unkrautbekämpfung; zu manchen Krankheiten und Schädigungen
 der Kulturpflanze und deren Abwendung,
Schon in dem Abschnitt über die Bodenbearbeitung ist von
der Anlage der Wasserleitungssysteme gesprochen worden. Hier
sei noch kurz nachgetragen, daß an zahlreichen Stellen der Erde,

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