Mähmaschinen natürlich ohne Umbau benützt werden. Trotz-
dem haben sie sich im italienischen Reisbau aus folgendem
Grunde keinen Eingang verschafft. Im Gegensatz zu den Halmen
der anderen Getreidearten bleibt der Reishalm beim Austrocknen
nicht rund und straff, sondern verliert alle Federkraft, wird
schlaff und läßt sich leicht platt drücken. Deshalb ist nach
einigen Tagen des Austrocknens auf dem Felde das Bindegarn
um die Garben, auch wenn es fest angezogen war, so locker
geworden, daß diese beim Aufladen auseinanderfallen (82,
S. 167). Da das Ernten mit Mähmaschinen oder Bindern sehr
viel Verlust mit sich bringt, so hat es sich auch aus diesem Grunde
in Italien, wo man zur Herbstzeit genügend Arbeitskräfte hat,
nicht eingebürgert. Schließlich scheint sich gerade eine Anzahl
italienischer Varietäten wegen ihrer Neigung zum Fallenlassen
der Früchte für Maschinenmahd nicht zu eignen. — Der Reis
wird in Italien mit Wagen, die von Pferden oder Ochsen gezogen
werden, von den Feldern abgefahren.
In den Südstaaten der Union wird auf den alluvialen Reis-
feldern ebenfalls mit der Sichel geschnitten, wie in Italien unter
Stehenlassen einer hohen Stoppel, auf der die Ernte trocknen
kann. Der auf Schwaden gemähte Reis wird, sobald er abgetrock-
net ist, in Garben gebunden und auf Haufen gesetzt, wo er bis
zum Ausdreschen bleibt. In der Prärie erfolgt das Mähen, sobald
der Boden trocken ist, mit Selbstbindermähmaschinen. Wie
man hier den oben erwähnten Übelstand des Lockerwerdens der
Bindeschnüre vermeidet, ist mir unbekannt.
Besonders weitgehenden Gebrauch von Bindern — durch
Pferde oder Traktoren gezogen — wird der mangelnden Arbeits-
kräfte wegen in Kalifornien gemacht, obwohl sie oft versagen,
reparaturbedürftig sind und mit großem Verlust arbeiten; dieser
kann 5—12%, betragen. Er wird hauptsächlich dadurch ver-
ursacht, daß beim ersten Umgang um das Feld ein Streifen,
so breit wie die Maschine, niedergetrampelt wird. Man mäht
deshalb diesen Streifen mit der Hand oder hat den Schaden
durch Konstruktion von Stoßbindern zu vermeiden gesucht
(43, S. 191-194):
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