Full text: Reis

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Pflanzen mit trocknem Bleiarseniat und Absammeln der Raupen. 
Da diese in geschlossenen Zügen wandern, sind sie durch quer 
zu ihrer Marschrichtung . aufgeworfene Gräben abzufangen. 
Hat das Insekt die Reissaat befallen, so ist Überschwemmen 
sehr erfolgreich. 
Das Reis-Igelkäferchen, Hispa armigera, schabt die 
Blattoberfläche zwischen den Hauptnerven, und die Larven 
minieren in den Blättern der Sämlinge und halberwachsenen 
Pflanzen. Der Schaden wird verschieden beurteilt. Zugrunde 
gehen die Pflänzchen wohl nur in seltnen Fällen; in Britisch- 
Indien soll der Käfer aber 12—15% der Ernte vernichtet haben. 
Eine wirksame Bekämpfungsmethode ist noch nicht gefunden. 
In manchen Jahren können Heuschrecken zu einer großen 
Plage werden. Als besondere Reisschädlinge werden angeführt 
Ortacanthacris nigricornis, O0. sucecinata- („Bombay- 
locust‘‘), Oxya velox und Phleaoba fumosa. Als Bekämp- 
fungsmittel wird hauptsächlich angegeben: Auslegen vergifteter 
Köder, wie eine Mischung von Kleie oder Pferdemist mit 
Pariser Grün oder Bleiarsenik. 
Die den Heuschrecken nahe verwandten Maulwurfsgrillen, 
Gryllotalpa vulgaris und G. borealis, nähren sich zwar 
hauptsächlich von Tieren, fressen aber auch junge Pflanzen- 
wurzeln. Vornehmlich schädlich aber werden sie durch das 
Minieren in den Reisdeichen und in den trockenen Reisfeldern 
oder Saatbeeten. Die jüngeren zartwurzeligen Pflänzchen sterben 
allein durch die Lockerung der Wurzeln ab; an den kräftigeren 
Pflanzen werden die Wurzeln durchgefressen oder mit den 
scharfen Grabkrallen durchgesägt, so daß die Gänge in be- 
wachsenem Lande an dem reihenweisen Absterben, namentlich 
der kleineren Pflanzen, kenntlich sind. Als Bekämpfungsmittel 
in den Sawahs ist natürlich Bewässerung zu empfehlen. Jack 
nennt als wirksamen Köder eine Mischung von 30 Teilen Bruch- 
reis oder Reiskleie, 2 Teilen gelöstem Zucker, 1 Teil weißem 
Arsenik und 10 Teilen Zitronensaft zu einem steifen Brei. In 
den Reisbaugebieten Italiens hat sich die Maulwurfsgrille in der 
letzten Zeit stark verbreitet und schädigt den Reis und die
	        
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