Full text: Reis

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mal weichen die Spelzen aber auseinander und lassen die Sporen 
nach außen treten. In Südkarolina soll der Pilz bis 25% Schaden 
angerichtet haben, aber vertilgt worden sein. Weit verbreitet 
ist er im ostasiatischen Reisbaugebiet, von Japan durch China, 
Indochina, Burma, Siam bis in den Malaiischen Archipel und 
nach Britisch-Indien, wo er aber nicht sehr lästig wird. Da die 
Infektion im Keimlingsstadium erfolgt, wird Beizung des Saat- 
gutes mit Formalin oder Schwefelleber empfohlen. Aus dem 
Saatgut kann man die äußerlich nicht erkennbaren kranken 
Ährchen dadurch absondern, daß sie in kaltem Wasser an der 
Oberfläche schwimmen. Noch zweckmäßiger ist es, eine fungıi- 
zide Lösung, etwa Kupfer, bei dieser Abscheidung zu verwenden. 
Sehr verschieden wird der Schaden angegeben, den Helmin- 
thosporium Oryzae, ein weit verbreiteter Pilz, verursacht. 
Während er in Britisch-Indien unter normalen Bedingungen 
nicht sehr groß ist, wird er in Japan ziemlich hoch geschätzt, 
wo die Krankheit ‚„goima hagare‘‘ heißt. Bekanntgeworden 
ist sie aus ganz Südostasien, Italien und in neuerer Zeit auch 
aus Louisiana. Sie kann alle Teile der Reispflanze in allen Stadien 
der Entwicklung ergreifen und gibt sich durch braune Flecken 
kund. An den Keimlingen von 2—3 cm Höhe werden die Blatt- 
spitzen braun bis schwarzbraun. Wird der Halm dicht unter der 
Rispe angegriffen, so neigt sich diese im Bogen, abwärts. Die 
Infektion der Spelzen beginnt gewöhnlich an der Grenzlinie der 
inneren und äußeren Spelze; schließlich erweckt es den Anschein, 
als ob die Spelzen mit schwarzbraunen Haaren bedeckt wären. 
In der Natur geschieht die Ansteckung hauptsächlich bei feuch- 
tem Wetter. Der Pilz kann durch Beizung des Saatgutes und 
durch Spritzen mit folgenden Chemikalien bekämpft werden: 
Kupfersulfat, Sublimat, Silbernitrat, Kalziumhypochlorid, For- 
malin; auch durch 10 Minuten lange Behandlung mit Wasser 
von 54° C, nachdem das Saatgut einen Tag in Wasser von 10 
bis 15°C gelegen hat. Als vorbeugende Maßnahme hat man 
den Anbau widerstandsfähiger Varietäten versucht. 
Die im ‘Englischen ;als?,;blast‘* noder.ı„,rotten;!neck“,:' zu- 
weilen auch mit dem auf andre Krankheitserscheinungen an- 
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