Full text: Reis

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gewendeten Ausdruck „blight‘‘ bezeichnete Schädigung der 
Reispflanze wird auf Piricularia Oryzae zurückgeführt, einen 
Pilz, der von allen Reisschädlingen wohl die weiteste Verbreitung 
hat; er ist aus Ost- und Südasien, Südeuropa und Amerika be- 
kannt. Die befallenen Blätter werden braunfleckig. Am häufig- 
sten werden die oberen Halmknoten angegriffen, vor allem der 
„Hals“, jene Stelle, wo der Halm in die Rispenachse übergeht. 
Dann werden entweder die Körner schlecht ausgebildet, oder 
bei voller Ausbildung bricht die Rispe herunter; es kann aber 
auch überhaupt keine Fruchtbildung zustande kommen, so daß 
die bleichen, leeren Rispen ganz aufrecht stehen. Der Schaden 
soll in Louisiana bis zu 25% des Ertrages gestiegen sein. Die 
Bekämpfung des Pilzes durch Besprengen mit Bordeauxbrühe 
ist möglich. Aussichtsreich erscheint die Anwendung einer 
Fruchtfolge, — Eine ganze Anzahl andrer parasitischer Pilze, 
die bisher nur geringere Schäden hervorgerufen haben, muß hier 
übergangen werden. Es sei auf das Sammelreferat des Verfassers 
im ‚„Tropenpflanzer‘‘ verwiesen (137). 
In Japan verursacht eine durch ein Bakterium, Pseudo- 
monas Oryzae, erregte Krankheit, die als ‚„Weißflecken- 
krankheit‘ bezeichnet wird, stellenweise Ernteausfälle bis zu 
20%. An den erkrankten Pflanzen sterben die Blattränder ab. 
Wie es eine Anzahl von Insekten gibt, die hauptsächlich oder 
nur den auf dem Speicher befindlichen Reiskörnern gefährlich 
wird, so auch gewisse Pilze, wahrscheinlich Saprophyten. Am 
längsten bekannt ist Protoascus colorans aus Java. Der 
Pilz färbt die Reiskörner gelb bis orange oder braun. Nur 0,3% 
solcher Körner im Reis sollen genügen, um Lieferungen vom 
europäischen Markt zurückweisen zu lassen. — Eine ähnliche 
Fleckenkrankheit der Körner an Reis, der in Stiegen auf dem 
Felde stand oder bereits gespeichert war, hat man vor einigen 
Jahren in den Südstaaten der Union beobachtet; sie wird von 
den Farmern und Müllern „„stack burn“‘, „stain‘‘ oder „flecking‘“‘ 
genannt. Die befallenen Früchte bilden beim Keimen Sklerotien, 
so daß Felder aus krankem Saatgut lückigen Stand haben, ja 
sogar zweimal gesät werden müssen. Oberflächliche Sterili- 
SQ
	        
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