Full text: Reis

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sation hat sich als wirkungslos gegen den, wie es scheint, noch 
nicht näher bekannten Pilz erwiesen; wirksam zur Ahbtötung ist 
die abgeänderte Jensensche Heißwassermethode: 16stündiges 
Einweichen in warmem Wasser und darauf Eintauchen in 
Wasser von 45° C für 15 Minuten tötet den Pilz ab, ohne die 
Keimkraft der Samen zu schädigen. Aber dieses Verfahren 
kostet zu viel Zeit und Geld. — In den nördlichen Provinzen 
von Japan richten Penicillium commune und eine Absidia- 
Art am gespeicherten Reis großen Schaden an. Er ist besonders 
schwer im Innern der aufgeschichteten Reishaufen. Das Bild 
der Erkrankung ist in beiden Fällen sehr ähnlich: Die befallenen 
Körner verlieren ihren Glanz, bedecken sich mit einem schimmel- 
artigen Überzug, schwellen mehr und mehr an, werden feucht 
und bilden dicke, zusammengekittete Massen. Absidia ver- 
färbt die Körner rötlich-braun, Penicillium mehr gelblich- 
braun. 
3. Erkrankungen anderen Ursprungs. 
Eine Anzahl von Erkrankungen der Reispflanze hat man bis- 
her nicht auf lebende Erreger zurückführen können, und man 
schreibt sie wohl mit Recht der-Einwirkung ungünstiger 
Lebensbedingungen zu. Bei zu dichtem Stand, bei längerem 
Anhalten dunklen Wetters, bei zu hoher oder zu niedriger Be- 
wässerung, bei Eisenmangel oder Kalküberschuß oder unzu- 
träglichem Stickstoffvorrat im Boden können die Pflanzen 
bleichsüchtig werden. Wenn diese Schädigung in der Be- 
schaffenheit des Ackers seine Ursache hat, so kann wahrschein- 
lich Zufuhr animalischen Düngers Abhilfe schaffen. 
Die als „tip burn‘ bezeichnete Erscheinung ist dem Überfluß 
an mineralischen Nährsalzen zuzuschreiben und tritt bei jungen 
Pflanzen in reichem Boden nicht selten ein. Gut fließende, un- 
unterbrochene Bewässerung dürfte als Gegenmittel anzuwenden 
sein. Gänzliches Trockenhalten der Felder, wenn die Pflänzchen 
erst wenige Zoll hoch sind, ruft eine ähnliche Erscheinung hervor, 
kräftigt die Pflanzen aber, wenn es nicht zu weit getrieben wird.
	        
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