3 Holzpreis.
sein dürften, in Deutschland und in England ein völlig verschiedener gewesen
ist. In dem Zeitraum von 1871 bis 1894, in dem die bayerischen Nutzholz-
preise nahezu stabil geblieben sind, fallen die englischen Preise stark und
gleichmäßig; in dem Zeitraum von 1890 bis 1908 steht dem starken
Anstiege der bayerischen Preise ein immer noch merkbares, aber gegen
früher erheblich verringertes Fallen der Weltmarktpreise gegenüber.
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Abb. 4.
r F Bayerische Nutzhholzpreise.
––– ] ]] Englische Breise für beschlagenes Holz.
Der verschiedene Verlauf der beiden Preislinien ist einerseits durch
die Industrialisierung Deutschlands in dem Zeitraum von 1871 bis 1908
zu erklären, die einen gewaltigen Verbrauch an Rohstoffen und damit auch
an Holz mit sich brachte, anderseits durch die Verbessserung der Welt-
verkehrsverhältnisse, die es ermöglichte, Holz aus Abbaugebieten zu dauernd
sinkenden Preisen nach dem selbst nur sehr wenig Holz produzierenden
England zu liefern.
Bei den deutschen forstlichen Schriftstellern findet sich häufig der
Hinweis, daß die Forstwirtschaft der Vergangenheit für lange Zeiträume
einen durchschnittlichen jährlichen Teuerungszuwachs von etwa 1/2 °so zu
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