Produktionszweigen stammende Nachfrage auf den Arbeits-
markt verschieden projizieren. Ihre oben erwähnte Sum-
mierung muß jedoch einen eindeutigen Verlauf der Ge-
samtnachfrage auf dem Arbeitsmarkte ergeben, die zwar
nicht gerade den einzelnen eben beispielsweise gebrachten
positiven Zahlen — wir hätten übrigens auch algebraische
Zahlen einsetzen können, was jedoch die Darstellung unnötig
hätte verlängern müssen — jedenfalls aber den ausgeführten
Grundsätzen unserer bisherigen Untersuchung entsprechen
muß. 1!)
Das Arbeitsangebot haben wir als starr angenommen.‘”)
Es war im einen Falle durch die Zahl O bestimmt (A), im
zweiten Falle betrug es */3 O (As). Da es sich um ein starres
Angebot handelt, das mit anderen Worten — wenigstens
hinsichtlich der praktisch in Frage kommenden Lohnsätze —
für alle Punkte der Preis- bezw. Lohnskala von gleicher
Größe anzunehmen ist, wird es in unserem Diagramm durch
eine Gerade zu veranschaulichen sein, die in stets gleichem
Abstande von der Abszisse verläuft, u. zw. im einen Falle
im Abstande O, im anderen Falle im Abstande %/O.
Der Preis bezw. der Lohnsatz, der dem gegebenen
Angebote und der gegebenen Nachfrage entspricht, ist hier
wie in allen anderen Fällen der Darstellung durch ein der-
artiges Diagramm identisch mit jenem Punkte der Preisskala,
der dem Schnittpunkte der Nachfragekurve und der die
Angebotslage veranschaulichenden Linie entspricht. Wir finden
ihn, indem wir aus diesem Schnittpunkte eine Normale auf
die Preisskala fällen. In unserem Diagramm ergibt das analog
unseren früheren Ausführungen für A, (Angebot =.O) den
Lohnsatz !/y, für A, (Angebot = */3s O) den Lohnsatz *ıy.
Nur zu diesem Preise der Arbeit stellen jeweils Angebot
und Nachfrage dieselben Größen dar, befinden sich also
im Gleichgewicht. Bei jedem anderen Preise müßten Angebot
oder Nachfrage überwiegen, und es müßte daher auf die
Dauer im Falle freier Preisbildung die Konkurrenz den
Preis solange hinauf- bezw. herabdrücken, bis eben der er-
wähnte Punkt der Preisskala erreicht ist.
1) Vergl. oben S. 16, Anm. 8 und den dazugehörigen Haupftexf.
2) Versl. oben S. 10, Anm. 2.
20