Full text: Das wahre Wesen und die wahren Aufgaben der Arbeitslosenversicherung und produktiven Arbeitslosenfürsorge

Wir haben auch hier zu einem gegebenen Zeitpunkte 
mit einem gegebenen Verlauf der Nachfrage N zu rechnen, 
O und P seien wieder Maßzahlen der Menge der nachzu- 
fragenden bezw. anzubietenden Produkte, x und n (x+n) 
Zahlen der Preisskala. 
Wir nehmen an, der Preis x sei der eben erwähnte 
Konkurrenzpreis dieses Marktes. Unter diesem Preise könne 
grundsätzlich auch von keinem einzelnen Betriebe, also auch 
nicht eine kleinere Menge von Produkten angeboten werden, 
da sonst der Betrieb zu einem Preise, der die Kosten nicht 
mehr deckt, d. h. unrentabel arbeiten würde. Auch eine 
Steigerung des Preises — etwa infolge einer geänderten 
Lage auf der Nachfrageseite — sei auf die Dauer unmöglich, 
da gesteigerte Produktionstätigkeit unter Zufluß von neuem 
Kapital etz. bei gleichbleibenden Kosten einen vorübergehend 
höheren Preis alsbald wieder auf den Konkurrenzpreis herab- 
drücken würde. A, bezieht sich daher nur auf den Preis x. 
Der Umsatz zu diesem Preise beträgt PD. 
Nunmehr komme es zur Verpflichtung der Produzenten 
dieses Marktes, pro Arbeiter und Arbeitstag einen bestimmten 
Betrag für die Arbeitslosenversicherung abzuführen. Je nach 
der Höhe des Beitrages und, wie erwähnt, dem Anteile des 
Arbeitsaufwandes an den Gesamtkosten in diesem Produk- 
fionszweige erfolgt dadurch eine Erhöhung der auf das ein- 
zelne Produkt entfallenden Produktionskosten. Diese Er- 
höhung sei gleich n. 
Damit hat sich die Marktsituation geändert. Die bisherige 
Angebotslage A, hat ihre Geltung verloren. Wie früher nicht 
unter x angeboten werden konnte, sollte die Produktion 
nicht unrentabel werden, so kann jetzt nicht unter dem Preise 
(x-+n) abgegeben werden, denn naturgemäß ist dieser nun- 
mehr der gegebene Konkurrenzpreis. A. frägt dieser neuen 
Lage des Angebotes Rechnung, es bezieht sich — wiederum 
ausschließlich — auf den neuen Preis (x+-n). Was ist nun 
die weitere Folge dieser Entwicklung? 
Beim neuen Preise (x+n) hat sich der Umsatz dem 
Verhalten der Nachfrage entsprechend verringert und 
kommt jetzt nur mehr der Größe O gleich, die an sich beliebig 
angenommen werden kann, jedoch jedenfalls kleiner als PD 
isf. Der auf P eingestellte Produktionsumfans muß also ein- 
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