Preisskala verschiebt. Wir bezeichnen diese neue Angebotslage
mit A». A, verläuft naturgemäß parallel zu A,.
Der der neuen AÄngebotslage entsprechende tatsächliche
Preis sei gleich y. Der eine völlige Überwälzung von
n bewirkende Preis wäre (x+n). Er wird nicht erreicht,
sondern y muß notwendiger Weise kleiner sein als (x + n).
Damit letzterer erreicht würde, müßte ja die Nachfrage zum
Preise y ebenso groß sein wie zum Preise x, d. i. gleich O.°®)
Sie müßte also parallel zur Preisskala verlaufen, dann
ergäbe das einen Schnittpunkt, der dem Preise (x+-n) entsprechen
würde (vergl. Fig. 5). Da die Nachfrage N bei steigenden
Preisen aber sinkt, muß es früher zum Schnitte mit
As kommen, d. h. zu einem Preise, der den Konsumenten
nur einen Teil von n tragen läßt. Die Entfernung von x
zu y kennzeichnet den überwälzten Teil der Größe n, die
Entfernung von y zu (x-+n) jenen Teil, den die Produzenten
zu tragen haben.)
Die Ursache für diese Erscheinung liegt lediglich darin,
daß bei verringerter Absatzmöglichkeit zunächst jene Produktmengen
nicht mehr produziert und angeboten werden,
deren Herstellung nunmehr zu einem niedrigeren Preise
als (x--n) nicht mehr rentabel ist. Ein Teil der vordem angebotenen
Produkte kann ja zu einem solchen niedrigeren
Preise rentabel hergestellt werden. Das ist hier das Enfscheidende.
Eine weitere Frage ist nun die, nach welchen Gesichtspunkten
der Grad der Überwälzbarkeit, der sich durch das
Verhältnis von (y—x) zu [(x+n) — y] kennzeichnet, zu beurteilen
ist. Es ist hier nicht der Ort dazu, eingehender auf
die Funktionen dieses Marktmechanismus einzugehen. Es
dürfte’aber ohne weiteres auf Grund unserer bisherigen Darstellung
einleuchten, daß die Überwälzbarkeit einerseits begünstigt
wird durch einen möglichst allmählichen Verlauf
der Nachfrageläge N (bei völligem Parallelverlauf von N zur
Wertskala wäre auch völlige Überwälzbarkeit gegeben), ander-28)
Daß das so gut wie niemals der Fall sein kann, haben wir schon
früher angeführt. Vergl. oben S. 12f.
29) Dieser nicht überwälzte Teil kommt einer Minderung der Rente
oder des Sondergewinnes der bisher (und teilweise auch noch weiter)
bevorzugten Produzenten gleich.
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