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;Borbemerkungen,
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SehundenhHeit dauert fort, die Wiederbegebung de3 BapierS hat diejelbe Bes
deutung wie die erfte Begehung.
Beim Wechiel, der wieder in die Hände des UnSftellers oder Akzeptanten
zurücgelangt, betrifft die Konfujton ausfhließlih Recht und Pflicht des MNus-
jtellers bzw. Akzeptanten-Fndofjatar3 gegen fich jelbit, „e® beftehen fort die
Regreßrechte und -pflichten der übrigen, nit betroffenen Wechfelgaranten gegen
zinander und gegen den ANusfteller bezw. Akzeptanten; denn diefelben find aus
dem Wechjel {ripturmäßig berechtigt und verpflichtet; Ddieje Hechte dauern
jo lange, wie der Wechjel befteht und noch nicht Honoriert ft, menn fie nit
von einem befonberen ErlöjhungSgrunde betroffen werden;
da der AusiteNer-Fndofiatar den Wechfel weiter indoffieren Tann, it zurzeit noch
ungewiß, ob jene Rechte nicht zur Geltung gebradt werden können, Indoffiert
nun der Ausiteller bzw. Akzeptant den Wechfjel weiter, [0 übernimmt er damit
von neuem eine Wechjelverpflihtung, für deren Umfang gleichfall der Inhalt
des Wechlel8 maßgebend ijt, und die fi fomit volftändig mit der erlojhenen
det. Die Weiterindoffierung hat ganz diefelbe Bedeutung, wie die erfte Au8-
tellung bzw. Begebung des Wechjel8.“ Val. Schwebler, Das Erlöfchen der
Schuldverhältnifje dur Bereinigung von Recht und Verbindlichteit nad blirger-
liGem Recht S. 69, 70; E. d. RNOH®G. Bd. 1 S. 103; Strieth, Archiv f. D.
3ivilift. Praris Bd. 51 S. 177.
Von der bisher befprochenen echten confusio ijt die fog. unedte confusio zu
unterfcheiden. Man bezeichnet damit bei obligatorifchen RechHtZverhältniffen die
Bereinigung nebeneinanderjtehen der Zaktoren eines Schuldverhältniffes,
aljo Bereinigung von Recht und Recht oder Verbindlichkeit und Verbindlichkeit
in einer Hand. Zu unterfheiden ift Hier;
x) Da3 Zujammentreffen nebengeordneter Berechtigungen oder Verpflichtungen
gleiden Range3 in einer Perjon. 3 beerbt beifbielSweije ein Ge =
jamtgläubiger den anderen, ein SGefjamtjhHuldner den anderen.
Srundfäglich bleiben beide Obligationen dur eine joldje Bereinigung
unberührt; fie bleiben in der Hand der fie vereinigenden Perfon in der:
ielben Geftalt beftehen, in der fie fih vor der Bereinigung befunden
Haben. Vgl. Kohler, Lehrb, d. bürgerl. Recht 2 Bd. I S. 155 f. (Eigen-
zefantt{Qu1d).
Da8 Zufjammentreffen von nebengevrdneten Verbindlichfeiten ungleihen
Kange8 in einer Perjon. Für den Hierher gehörigen Hauptfal, den der
Beerbung des Hauptfhuldner3 dur den Bürgen, beitimmte €. I & 678,
daß die Bürgichaft infoweit fortbejtehen jolle, „al? ihc Fortbeftehen für
den Gläubiger ein Fnterefje hat“. Die Beitimmung wurde In der zweiten
Refung al8 überflitjfig gefirigen. Nach rtömijdghenm Recht blied die Bürg-
jhaft in diejem Falle nur beftehen, wenn die Hauptihuld eine blofe
Naturalobligation, die Bürgfhaft felbjt aber eine erzwingbare (civilis
obligatio) war. L.95 8 3 D. de solution. 46, 8. Man wird diejen
Srundfag auch für das BGB. al8 richtig gelten Iaffen müffen; aud die
jür die Bürgfchaft befonder3 beftellten Sicherungsrechte (Pfandrechte,
Nachbürgighaften) bleiben erhalten, Val. Sem. 6, g 3U 8 765; Rrofkifius,
Die „unecdhte confusio“, Diff. 1906 S. 45 ff.
San Durch den Tod des Gläubiger oder de Schuldners D09“GCN erlifcht das
Suldo verhältnis nicht, e8 müßte denn ein anderes fi entweder au? ‚ber Natur des
im 8 Don Miltntleß ergeben oder gejeblih ober rechtsgefhäftlih beftimmt jein, Auch dieje
I, 377 S I nod enthaltene Beftinmung hat die IT. Komm. alS felbitverftändlich geftrichen.