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losen Unternehmer sein Handwerk. Die Überstürzung der Dampfschiffgesellschaften
in der Einführung dieser Analphabeten hat
einen Fremdkörper auf den amerikanischen Arbeitsmarkt geworfen,
der widerstandsunfähig gegen die ihn erwartenden Angriffe war.
Die unbeschränkte Einwanderung ist eine Ungerechtigkeit sowohl
gegen den amerikanischen Arbeiter, wie gegen die neuen Ankömmlinge
selbst. Ihr verdanken wir die schlechten Gesundheitszustände
unserer Grosstädte. Man denke nur an die Kasernenwohnungen
New Yorks mit über 1Millionen ausländischer Bevölkerung,
ohne Kenntnis des Englischen, unfähig ihre Muttersprache
zu lesen oder zu schreiben. Mit 25—40 Mk. in der
Tasche, einer Summe, die gerade zum Fahrgeld von New-York
bis Pittsburg oder zum Unterhalt für 2 Wochen reicht, bleiben
die Leute liegen, wo sie hingeworfen werden, müssen sie jedes
Arbeitsangebot annehmen, drücken sie nicht nur den Arbeitsmarkt
der betreffenden Stadt, sondern aller Plätze, auf welche die von
ihnen hergestellten Produkte geliefert werden können.
Die grossen Fabrikanten natürlich, die die Produkte billiger
europäischer Arbeit fernzuhalten suchen, wünschen sich für ihre
eigenen Fabriken möglichst viel solche billige Arbeitskräfte und
sind interessiert daran, die Türen des Landes für den Menschenstrom
offen zu halten. Diese Reservearmee als Keule über dem
Haupte ihrer Arbeiter schwingend, drücken sie die Löhne. Der
Staat aber könnte durch Regulierung der Einwanderung sehr wohl
die harte Lehrzeit der Einwandernden mildern und sie in den
Stand setzen, sich gegen Ausbeutung zu schützen.
In den düstersten Farben zeigten sich diese Dinge, als für
einige Jahre die Einfuhr von — praktisch, wenn auch nicht gesetzlich
— Kontraktarbeitern aus dem chinesischen 400 Millionen-Reiche
strömte. Da der billigere Arbeiter im Lande den besseren
vertreibt, wie schlechtes Geld das gute, so wäre unsere Westküste
mongolischer Unterjochung anheimgefallen, hätten die Bestrebungen
der Gewerkschaften nicht zu den Ausschliessungs-Gesetzen
von 1882 und 1902 geführt. Durch das Gesetz von 1885
gegen Kontraktarbeiter haben diese beiden Seiten einen Dienst
geleistet, denn der vom Unternehmer während der Streiks im
Ausland angeworbene Arbeiter, der die Kräfte der einheimischen
zu brechen bestimmt war, hatte doch, ehe er das Land gesehen,
keine Ahnung, ob er unter den Bedingungen, die er eingegangen
war, hier auch leben könne.