fullscreen: Das Jungdeutsche Manifest

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XIII. Abschnitt 
Die Volksdienstpflicht 
Die staatsbürgerliche Pflicht 
Ein armes Volk muß höhere Anforderungen an die 
Pflichterfüllung seiner Staatsbürger stellen als ein 
reiches 
Das deutsche Volk ist durch den Verlust des Weltkrieges und der 
damit verbundenen Lasten völlig verarmt. Für den Wiederaufbau 
seines Wohlstandes ist es notwendig, alle Kräfte einzusetzen. Un— 
ermeßliche Aufgaben sind hierfür zu erfüllen. Die Abtragung 
der Lasten der Kriegsschuld ist durch die Besteuerung der ganzen 
Wirtschaft und der Bevölkerung vorgesehen. Das deutsche Volk ist 
gezwungen, alle Vermögenswerte, die nicht unbedingt zur Erhaltung 
des Lebens gehören, an das Syndikat der Gläubiger des Welt— 
krieges auszuliefern. Es ist darum außerstande, bei seiner bisherigen 
Ordnung obengenannte große Aufgaben zu erfüllen. Es ist un— 
möglich, die fehlenden Vermögenswerte für diese Aufgaben des 
Staates durch neue Steuern aufzubringen. Die Erträgnisse solcher 
neuen Steuern würden auch dem deutschen Wohlstande nicht zugute 
kommen, da die Gläubiger Deutschlands sie zur Abtragung seiner 
Schuld verwenden würden. Es ist daher zu überlegen, ob es eine 
andere Möglichkeit gibt, das Volksvermögen zu vermehren und den 
Staat in die Lage zu versetzen, die Aufgaben zu erfüllen, welche die 
Not des Volkes an ihn stellt. 
Andere Staaten ziehen ihre Jugend im Staats- und Volks— 
interesse zu einer zweijährigen Wehrdienstpflicht zusammen. Diese 
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