(867) 1864 Juli5
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867. Engels an Marx; 1864 Juli 5.
Manchester, 5. Juli 1864.
Lieber Mohr,
Daß ich Dir am 3. Juni schrieb, ich würde am 4. die Geld-
affäre ordnen, kann sich nur auf die Gelder in der Bank bezogen
haben, die ich auch sofort geordnet habe. Daß Du vorder Hand mehr
Geld wünschtest, dachte ich nicht, und es war ja Absprache, daß
Du deswegen schreiben wolltest, wenn Du mehr wünschtest; daher
ließ ich es ruhig bei dem Philister Steinthal stehn. der doch 5%
9 zahlt.
Die Erbschaft aber vom 3. auf den 4. Juni settlen, das war
mehr, als ich oder sonst Jemand Dir versprechen konnte. Ich
glaube Dir auch geschrieben zu haben, daß dies noch ziemlich
lange dauern kann, da es von allerlei gesetzlichen Formalitäten
15 abhängt (Advertising Aufforderung an unbekannte Gläubiger von
Lupus, Zahlung der Erbschaftssteuer etc.), die so rasch nicht gehn.
Indes soll meinerseits nichts unterbleiben, um die Sache rasch ab-
zuwickeln.
Dies hat aber durchaus nichts damit zu tun, daß Du den unge-
2 fähren Anteil an der Nachlassenschaft bekommst, sobald Du es
wünschest. Du wirst im Minimum £ 600 zu bekommen haben,
hoffentlich mehr, wir werden Dir also noch ca. £ 350 schicken
können, und ich werde sorgen, daß Du diese noch diese
W och e bekommst. Auch werde ich Borchardt treten, daß er seine
»% Rechnung abschließt, denn daran liegt es auch mit, daß noch Man-
ches ungeordnet ist.
Hättest Du mir nur 2 Zeilen früher geschrieben, diese £ 350
hätte ich Dir immer gleich schaffen können, d. h. in ein paar Tagen.
Heute kann ich nichts tun. Ich habe den ganzen Tag auf dem
Comptoir geschanzt, mit Advokaten und G. Ermen debattiert (der
deed of partnership ist noch nicht fertig, und bis dahin will
GC. Elrmen] mein Recht, als Associe aufzutreten, nicht anerken-
nen) und dazu den Dronke hier gehabt. Jetzt ist es beinah 7 Uhr
und ich hab noch kein dinner im Leib, bin auch noch nicht fertig.
ı Du siehst, wie es geht.
Viele Grüße.
Dein F.E.