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physiologen dargestellt wurde, zu vernehmen. Die Energie (E) kommt 
im menschlichen Organismus dadurch zustande, daß der Kohlenstoff 
der Nahrung durch Vermittlung des Sauerstoffes oxydiert, zu Kohlen- 
säure (CO2) wird: »das ist die Formel des ganzen Lebens«; alle 
Muskel- und Nervenkräfte (fraglich und umstritten ist, ob auch die 
geistigen und seelischen Kräfte!) basieren auf diesem Oxydations- 
prozesse, der dem Menschen sein E liefert. Je mehr nun der Mensch 
während einer Arbeit X ausgibt, desto mehr muß er auch »0o0xy- 
dieren«, d. h. Sauerstoff einatmen. Man mißt die Menge des ein- 
geatmeten Sauerstoffes, etwa zunächst während zweier Minuten Ruhe, 
dann während zweier Minuten Arbeit und berechnet den Unterschied. 
1 Liter Sauerstoff entspricht 49 Kalorien (1 Großkalorie == 1000 Klein- 
kalorien). 
Wie Professor Ermanski (a. a. O.) richtig bemerkt, trachtete der 
wirtschaftlich tätige Mensch seit jeher, meist unbewußt, gewohnheits- 
mäßig, zur »positiven Auslese«, d.h. zum bestmöglichen Zusammen- 
wirken der Produktionselemente, zum optimalen Verhältnisse von 
Energie /(E) : Resultat (R) zu gelangen. Beispiele des Alltages 
bestätigen dies, Wiederholt jemand die gleiche Leistung, so wird 
ler psycho-physiologische Apparat des Menschen von selbst »ratio- 
nalisiert«. Alle Muskelgruppen, die für diese Arbeit nicht not- 
wendig sind, werden allmählich ausgeschaltet, während bei 
Beginn dieser Tätigkeit noch alle Muskeln mehr weniger mitge- 
arbeitet haben. Wer zum ersten Male auf einem Fahrrade fährt, muß 
fast alle Muskel, Hals-, Kopfmuskel, usw. anstrengen, um im Gleich- 
zewicht zu bleiben. Der geübte Geigenspieler spielt zwei, drei 
Stunden, ohne wesentlich zu ermüden, indem er sein Instrument 
nur in der linken Hand hält; ein Schmied könnte die Geige kaum 
sine halbe Stunde spielen: er müßte zu viel Kräfte einsetzen. Eine 
andere Feststellung: eine ununterbrochene, gleichartige Be- 
wegung läßt sich leicht »automatisieren«, d.h. das Zentrum des 
Gehirns (das Bewußtsein) wird entlastet, die Bewegungen werden 
‚unterbewußt«, was zwar nicht Muskel-E, wohl aber Nerven-EX 
arspart. Durch Rhythmisierung der Bewegung, die ununterbrochen 
die gleiche ist, wird neben Nerven-E auch Muskel-E erspart. Ein 
rationeller Arbeiter disponiert vor der Arbeit: er legt die Werkzeuge, 
die er mit der rechten Hand zu nehmen hat, rechts neben sich 
und umgekehrt, die er öfter benützen muß, näher zu sich als jene, 
die er seltener benötigt und anderes mehr; jeder Gegenstand, der
	        
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