Object : Die Steigerung der Produktivität der deutschen Landwirtschaft im neunzehnten Jahrhundert

Das  Problem,  die  Kaufkraft  stabiler  zu  gestalten.

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einer  Münzgebühr,  deren  Höhe  je  nach  Erfordernis  festgesetzt  werden  kann,
aufrecht  erhalten  werden.  Je  billiger  das  Barrengold  wird,  desto  höher
müßte  diese  Gebühr  sein.  Sie  müßte  sich  in  einem  solchen  Verhältnis  erhöhen, ­
  daß  das  Umlaufsmittel  mit  dem  Geschäftsvolumen  in  gleichem  Verhältnis ­
  bleibt  und  das  Preisniveau  auf  diese  Weise  stabil  erhalten  wird.
Wenn  sich  die  jährliche  Produktion  des  Goldes  später  verringert  und  das
Gold  infolgedessen  wieder  im  Werte  steigt,  dann  könnte  die  Stabilität  durch
umgekehrte  Politik,  d.  h.  durch  ein  allmähliches  Herabsetzen  der  Münzgebühr ­
  aufrecht  erhalten  werden,  wodurch  eine  Erhöhung  im  Werte  des
Umlaufsmittels  verhindert  würde.  Der  regulierenden  Behörde  wäre,  wie
dies  im  Walrasschen  System  der  Fall  ist,  nach  dieser  Richtung  insofern
eine  Grenze  zu  setzen,  daß  die  Münzgebühr  niemals  auf  weniger  als  auf  Null
herabgesetzt  werden  dürfte.  Materiell  kann  das  Geld  nie  billiger  werden
als  das  Metall,  aus  dem  es  besteht,  da  auch  nur  die  geringste  Tendenz  in
dieser  Richtung  zur  Folge  hätte,  daß  die  Münzen  exportiert  oder  in  Barrenmetall
  eingeschmolzen  würden.  In  einer  Periode  steigender  Preise  würde
die  Regulierung  keinerlei  Schwierigkeit  bereiten,  in  einer  Zeit  fallender
Preise  hingegen  würde  sie  ganz  unmöglich  sein 1 ).
Ein  weiterer  Plan  besteht  in  einer  einlösbaren  Papierwährung,  bei  der
das  Papier  auf  Verlangen  einzulösen  ist,  jedoch  nicht  gegen  ein  erforderliches ­
  Gewicht  an  Gold  oder  an  Goldmünze,  sondern  gegen  dessen  erforderliche ­
  Kaufkraft.  Unter  einem  solchen  System  wäre  das  Papiergeld  mit  ebensoviel ­
  Gold  einzulösen,  wie  dessen  erforderliche  Kaufkraft  beansprucht.  Auf
diese  Weise  würde  der  für  einen  Papierdollar  zu  beanspruchende  Goldbetrag
roit  dem  Betrage  der  gekauften  Waren  per  Unze  Gold  umgekehrt  variieren,
und  die  Gesamtkaufkraft  des  Dollars  bliebe  also  immer  dieselbe.  Der  Umstand, ­
  daß  ein  Papierdollar  immer  in  der  Höhe  seiner  Kaufkraft  einlösbar
wäre,  würde  das  Preisniveau  theoretisch  unveränderlich  gestalten.  Der
Zufluß  des  in  Zirkulation  befindlichen  Geldes  würde  automatisch  reguliert
werden.  Sollte  das  Geld  die  Tendenz  zeigen,  sich  so  schnell  zu  vermehren,
haß  seine  Kaufkraft  beeinträchtigt  würde,  so  würden  die  Noten  zur  Einlösung ­
  in  Gold  präsentiert  werden,  denn  unter  dem  angenommenen  Über-*)
  Über  die  Wirkung  eines  gesetzlichen  Verbotes  des  Exportes  von  Münzen  vgl,
Kemmerer,  Money  and  Credit  Instruments  in  their  Relation  to  General  Prices,  2.  Aull.,  New
York  (Holt),  1909,  S.  39  Anm.  Vgl.  Kemmerer,  „The  Establishment  of  (he  Gold  Exchange
Standard  in  the  Philippines“,  in  the  Quarterly  Journal  of  Economics,  Bd.  XIX,  600  605
(August  1905);  Second  Annual  Report  of  the  Chief  of  the  Division  of  Currency,  etc.,  14
lö,  21—28;  „A  Gold  Standard  for  the  Straits“,  II,  in  Political  Science  Quarterly,  Bd.  XXI
S.  665—677  (Dezember  1906).
            
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