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eines Teiles der Kunststeinarbeiter und der Bauhilfsarbeiter, zu den
gelernten Berufen, so sind insgesamt vorhanden gelernte Arbeiter
rund 513000. oder 58,7 %,' ungelernte Arbeiter rund 361000 oder
41,3 % der gesamten Bauarbeiterschaft.
In der Bauarbeiterzahl von 874 000 sind nur die ha u pt beruflich
als Bauarbeiter tätigen Personen gezählt, also alle Personen, die sich
auf die Frage nach ihrem Hauptberuf in der Haushaltungsliste als
Bauarbeiter bezeichnet haben. Es sind also auch alle zur Zeit der
Zählung wegen Krankheit oder Arbeitsmangel vorübergehend er-
werbslosen Personen darin enthalten, da ja nur dann ein voller
Ueberblick über die Berufsangehörigen gewonnen werden kann,
wenn auch diese Arbeitslosen einbezogen werden, Es ist allerdings
nicht ausgeschlossen, daß ein Teil dieser Personen, besonders die
älteren von ihnen, den Weg ins Erwerbsleben überhaupt nicht mehr
zurückfindet, denn das Ausscheiden aus dem Beruf vollzieht sich ja
häufig über eine längere Arbeitslosigkeit. Die nicht unbeträchtliche
Zahl von rund 23000 Bauarbeitern, die das 65. Lebensjahr bereits
überschritten haben — davon sind rund 6600 sogar über 70 Jahre
alt —, rechtfertigt eine solche Annahme. Die Anhänglichkeit an dem
alten Beruf und vielleicht auch die Hoffnung, durch die Angaben in
einem amtlichen Formular wieder zur Arbeit zu kommen, hat mög-
licherweise eine Reihe nicht mehr voll arbeitsfähiger Personen ver-
anlaßt, sich noch als erwerbstätige Bauarbeiter zu bezeichnen.
In der Zahl von 874 000 fehlen dagegen alle Bauarbeiter, die sich
nur neben beruflich als solche bezeichnet haben, ihrem Hauptberuf
nach aber Landwirte oder Angehörige eines andern Berufes sind.
Es handelt sich hier um rund 21000 nebenberufliche Bau-
arbeiter, darunter nahezu 16000 Maurer. Diese Nebenerwerbs-
verhältnisse, die in umgekehrter Richtung (Hauptberuf: Bauarbeiter;
Nebenberuf: Landwirt und dergleichen) viel häufiger sind, werden
noch in einem besonderen Abschnitt behandelt werden. Bei den
nachfolgenden Berechnungen über die Verteilung der Bauarbeiter
und über die Nachwuchsfiragen muß von der Zahl der hauptberuf-
lichen Bauarbeiter ausgegangen werden, da nur für diese eingehend
gegliedertes Material vorliegt. Dieser Ausfall der nebenberuflichen
Bauarbeiter bildet einen gewissen Ausgleich für die unter den haupt-
beruflich Erwerbstätigen gezählten, nicht mehr voll arbeitsfähigen
Kräfte, so daß die Zahl von 874 000 den zahlenmäßigen Bestand am
zutreffendsten wiedergibt.