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Futtermittel.
a) Die inneren Bpidermiszellen der Vorspelze des Dinkels (Fig. 58, S. 301). Es
sind langgestreckte, prosenchymatisclie Zellen, die meist spitz endigen und keine luterzellular-
räume bilden; nicht selten tragen sie auf ihrer Außenseite kurze, stachelige Härchen.
b) Schwammparenchymzellen aus der Vorspelze des Einkorns (Fig. 59, S. 301).
Sie schließen sich den Bpidermiszellen an, sind stark zusammengedrückt und besitzen eine
dünne, vielfach gebogene, durchsichtige Membran und zwischen sich zahlreiche Inter-
Fig. 60. Dinkel. Faser-
zelleu der mittleren Schicht
der Vorspelze, von der
Fläche gesehen. (Vergr. 150.)
Nach Hauptfleisch.
Fig. 61. Dinkel. Zellen der äußeren Epi
dermis aus der Vorspelze, von der Fläche ge
sehen. 1 Langzellen, k Kieselzellen, z Zwillings
zellen, h Haar. (Vergr. 520.) Nach Haupt-
ilelsoh.
zellularräume. Diese Zellen fehlen in den Vorspelzen des Dinkels wie des Maises, sind
aber in denen des Emmers und Einkorns wie der meisten Getreidearten vorhanden.
c) Faserzellen der mittleren Schicht der Vorspelze des Dinkels (Fig. 60).
Sie haben eine den Zellen der Epidermis ähnliche Form mit ziemlich dicker Wand, die
allseitig spärlich und nicht stark getüpfelt ist.
d) Zellen der äußeren Epidermis aus der Vorspelze des Dinkels (Fig. 61).
Diese Zellen haben die am meisten kennzeichnende Form zur Unterscheidung von denen
anderer Getreidearten und nur mit der Epidermis der Außenseite der Gerstenspelzen eine
gewisse Ähnlichkeit. Die Epidermis setzt sich wie die der Gerste aus sog. Langzellen
(Fig. 611) und Kurzzellen (Fig. 61z u. k) zusammen; diese Zellen sind in Längsreihen