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nicht günstig. Eine direkte Verbindung zwischen Duisburg und
Amsterdam, die von ersterer Stadt ausging, wurde 1717 von der
Amsterdamer Stadtregierung genehmigt; sie ging über Arnhem
und Utrecht und hatte gute Erfolge; die Nymweger Fahrt ging
allmählich ein. Auch die clevische Regierung bewies ihr Interesse
an jener Arnhemer Fahrt; sie hat selbst während des siebenjährigen
Krieges geblüht. Aus den mehrfach erlassenen Frachttaxen ersehen
wir, welche Waren diesen Weg wählten; von Holland kamen Rüb-
kuchen, Öl, Spezereien, Wolle, Felle, Salz, Tran, Käse, während
talwärts die Erzeugnisse der Elberfelder Textil- und der Bergischen
Eisen- und Stahlindustrie gingen. Ein neues, 1774 gegründetes
Düsseldorfer Konkurrenzunternehmen konnte sich nicht halten; die
Holländer richteten durch Zollmaßregeln die Düsseldorfer Zucker-
raffinerie, die der Schiffahrt als wichtige Basis dienen sollte, zu-
grunde. Auch eine Kölner direkte Börtfahrt nach Amsterdam, die
1790 eingerichtet wurde, mißlang, da die niederländischen Wasser-
verhältnisse es verboten, mit denselben Schiffen nach Amsterdam
zu fahren, wie nach Arnhem oder Nymwegen.
Im Handelsverkehr zwischen den Nieder;
Landen und dem deutschen Niederrhein‘ vollzog
sich nach dem siebenjährigen Kriege ein Umschwung, der
auf die Handelsgewohnheiten der Niederländer ein Licht wirft.
Sıebegannennunhier Hökerhandelzutreiben;
die großen Häuser und Fabriken gaben Waren in jeder Menge ab,
während früher nur in größeren Quantitäten verkauft wurde.
Das sprach für die Ausfuhrbedürftigkeit der Niederländer, schädigte
allerdings den Eigenhandel der deutschen Rheinlande, beförderte
aber die Spedition. Leicht hatten es die deutschen Schiffer im
Verkehr mit den Niederlanden überhaupt nicht; sie wurden in
Amsterdam, Rotterdam, Arnhem nicht zur Ladung zugelassen,
bevor nicht die einheimischen ihre Ladung hatten; erst wenn die
Schiffergilde keine ledigen Schiffe mehr hatte, wurde es auswärtigen
Schiffen erlaubt zu laden, doch auch dann nur gegen eine Gebühr
von I9 fl. 6 Stüverin Amsterdam und 3 holländ. Schillingen in Arn-
hem. Gegen die Börtschiffer wurde diese Gewohnheit, die fast
wie ein Monopol wirkte, aber nicht ausgeübt, da ja unter ihnen
auch die Arnhemer Schiffergilde vertreten war und man andern-
falls in Duisburg Gelegenheit zu Vergeltungsmaßregeln gegen die
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