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das den Kaufleuten in den Seestädten zunächst sehr unbequem
war, da es die Veränderung in der Verpackung und die Vermischung
gewisser Warensorten verhinderte, so daß auch da, wo es sich um
Durchfuhr handelte, doch Ein- und Ausfuhrabgaben gezahlt werden
mußten: Einen Kortschritt bedeutete aber der
Wegfall dernoch immer zwischen Süden und
Norden bestehenden Zollschranken. Befriedigen
konnte dieser Tarif aber eigentlich niemanden. Wie ein deutscher
Schriftsteller!) schrieb, sanktionierte er die Verknüpfung des Verbot-
systems mit dem alten Freihandelsprinzip. Es war ein Kompromiß
zwischen den altfreihändlerischen Ideen Hogen-
dorps, dessen Anschauungen ganz in dem System von Adam
Smith wurzelten, und den neumerkantilistischen
des Köntgs;/Wilhelms;21.2),
Jetzt erhob sich auch ernstlich in Holland die Sorge um
die Antwerpener Konkurrenz. Hatte die Befreiung
der Schelde 20 Jahre vorher unter den damals herrschenden Ver-
hältnissen nicht die Wirkung haben können, die man von ihr befürch-
tet hatte, so lag die Sache nun, wo Holland und Belgien vereinigt
waren und der gesamte Verkehr wieder in normale Bahnen lenkte,
ganz anders, Sogleich als die Vereinigung in Aussicht stand, wurde
in Amsterdam und Rotterdam die Sorge vor der Antwerpener Kon-
kurrenz laut®). Allerdings glaubte man nicht, daß das seit langem
tief gesunkene Antwerpen sich so leicht werde mit Amsterdam
messen können*). Für Rotterdam war freilich Antwerpen weniger
gefährlich als für Amsterdam, da es seit langer Zeit einen regen
Verkehr mit England pflegte®). Eine gute Folge hatte alsbald die
Vereinigung mit Belgien; das neue Grundgesetz bestimmte im
Art. 157 die freie Ein- und Durchfuhr durch alle Provinzen®); da-
I 4) Osiander ‚Beleuchtung, S. 175%,
?) Vgl. Sneller, KEcon. denkbeelden, S. 8, er nennt Wilhelm
einen ‚,verspäteten Merkantilisten‘‘; vgl. auch über den König Blok, Geschie-
denis, VII, S. 350 tf.; ferner Groeneveld Meyer, S.384. A. R. Falck
hielt den Tarif von 1816 für die unter den damaligen Verhältnissen beste Lösung
(Gedenkschriften, S. 231 f.). Über die wirtschaftspolit. Ansichten Hogendorps
vel. Groeneveld Meyer, S. 838 {f
°) Colenbrander, Gedenkstukken, VII, S. 287%,
*) Colenbrander, aa. O0. VII, S. 306.
$) Colenbrander, VII, S. 228.
3_ Colenbrander, Ontstaan der Grondwet, I, S. 268; II, S. 641.
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