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fast ein Sechstel der Gesamtweltproduktion an Kolonialzucker ausmachte,
kam freilich dem Mutterlande kaum noch zugute; die Ausfuhr
nach dort sank immer mehr und betrug 1893 nur noch 7 Mill. kg;
auch später unterlag sie großen Schwankungen!). Zu jenem Rückgang
trug die 1874 erfolgte Aufhebung der differentiellen Zölle,
die bisher die niederländischen Häfen vor den ausländischen begünstigte,
ebenso bei wie die ein Jahr zuvor erfolgte Aufhebung
der Auktionen?). Im Jahre 1894 gab es neben den 30 Rübenzuckerfabriken
noch 5 Raffinerien von Kolonialzucker, davon 4 in Amsterdam®3).
Ganz versiegte allmählich die Zuckereinfuhr aus Surinam;
sie betrug 1893 nur noch % Mill. kg).
Den völlig verfallenen Schiffbau versuchte man nach
1814 durch künstliche Mittel, wie Prämien, in die Höhe zu bringen.
In Amsterdam gab es 1817 nur noch 914 Schiffszimmerleute, gegen
2458 im Jahre 1780; in Zaandam war 1817 nur noch eine Werft
tätig’). Jene Prämien, zuerst nur für neuerbaute Schiffe im Verkehr
mit den überseeischen Besitzungen bestimmt, wurden 1825 ausgedehnt
auf den Bau von Fahrzeugen, die im Ostseeverkehr fuhren‘®);
doch wurden sie 1830 wieder aufgehoben. Die rege Tätigkeit der
Ned. Handelsmaatschappij in der Fahrt nach Ostindien förderte
dann auch den einheimischen Schiffbau, so daß Prämien entbehrlich
schienen”). Im Jahre 1814 standen nicht weniger als 321 in den Niederlanden
gebaute Schiffe im ostindischen Verkehr; sie wurden namentlich
in Amsterdam, Rotterdam und auf den Werften längs der
Maas, der Noord, des Leck und der Ijssel gebaut. Für die kleine
europäische Fahrt fanden die Bauten meistens in der Provinz Gro-1)
Sie betrug 1906: 1,2; 1901: 0,9; 1902 1,6; 1903% I,7; 1904: 5,8:1905:0,7;
1906: 10,7; 1907: I7,I; 1908: 3,5; I909: I1,5; I9I10: 20,9 Mill.kg (Everwijn,
II, 729).
2) Vgl: oben S: 472.
3) Die Produktion dieser Kolonialzuckerraffinerien schwankte stark; sie
betrug 1905: 482 700; 1910: 16 704 700 kg (Everwijn, II, 774)-‘)
Reesse, II; 134.
5) Hogendorp, Bijdragen, I, 179 f.
6) Vgl. Falck, Gedenkschriften, S. 255 (1821); Pos thumus, Documenten,
I, 255, 336, 340 (1825, 1827); Sneller,; De toestand, S. 149.
7)Everwi]n, 1.722.177:
476