189
Zur Unterstützung armer Familien. Die Geber haben vorzugsweise das
Recht, ihre Armen dem Vereine zu empfehlen. Rendant Ferd. Jac
ques. Um die Mittel zum Wohlthun zu vermehren, findet alle 2 Jahre
eine Ausstellung statt, die aus Geschenken verschiedener Kunst- und Ge-
brauchsgegcnstände besteht und zu angemessenen billigen Preisen verkauft
werden.
Frauenhaus zu Köln,
ein Asyl für alte Frauen und Jungfrauen rv. Konfession. Privat-Jn-
stitnt, besteht es durch milde Gaben, Pensionsbeirräge, Zuschüste der
städtischen Armen - Verwaltung und aus dem Ertrage gefertigter Arbei
ten. Im Jahre 1861 wohnten hier 23 Personen und außerdem 3
Diakoniffen, von welchen eine als Gemeinde-Diakonissin die Armen und
Kranken in der Stadt besuchte und ihnen täglich Mittags Suppe ver
abreichte, die zweite das Hauswesen besorgte, und die dritte, von einer
Gehülfin unterstützt, einer Kleinkindcr-Bewahrschulc vorstand.
Frauen-Kranken.Verein zu Berlin.
Er besteht seit 1833, ist von Goßner gestiftet und besitzt (Potsda
merstraße 31.) ein eigenes (Elisabeth-) Krankenhaus, worin verlassene
und elende Kranke weiblichen Geschlechts gepflegt und mit religiösem
Trost gestärkt werden. Außerdem unterhält der Verein eine Kinder-
Station und 12 Krankenbetten für Brustleidende; ein Räh-Verein
von Frauen und Jungfrauen besorgt die Herstellung der Wäsche rc.
Abonnement von jährlich 2 Thlr. für kranke weibliche Dienstboten.
Jährliche Einnahme 10—11,000 Thlr. Die dem Verein in älte
rer Zeit gewordenen Zuwendungen s. bei Lisco (S. 188. 438): in
netterer Zeit widmeten Fräulein Tismar (1857) 10,000, Gräfin Pcr-
poncher (1860) 1000, Justizräthin Dnncker (1862) 3000 Thlr. rc.
Gemeinschaftlich mit dem Go ßncrschen Missions-Verein wird jetzt ein
neues Haus für die Zwecke beider Stiftungen erbaut.
Frauen Missions-Verein für China.
Derselbe besteht in Berlin seit 1849, männlicher Vorstand Pastor
Knak. Der Verein hatte 1858 einen Fonds von 5000 Thlr. Ein
nahme war 18L? einschließlich des Bestandes aus vorigem Jahre 7865
Thlr., Ausgabe 7123 Thlr. Zn seinen Schöpfungen gehört (I860—
1863) em FlndelhauS auf Hongkong, dessen Herstellung etwa 20,000
Thlr. gekostet hat; cs ist bestimmt, Rettungshaus für kleine Chinesen-
Mädchen zu fern und wird von Diakonissen verwaltet.
Frauen, und Jungfrauen-Verein zu Delitzsch.
Derselbe bezweckt dK Bekleidung von weiblichen Konfirmanden und die
Ertheiluttg von ^ah,-Unterricht. Er zählt 96 Mitglieder, hat 600 Thlr.
Vermögen und beaufsichtigt die Kleinkinder-Bewahr-Anstalt. :
strane»' und Iungfrauen-Näh-Verein zu Essen,
aus etwa 80 Mitgliedern cv. Konfession bestehend, die alle 8 oder 14
Tage zur gemeinsamen rbett in dem Lokale der Töchter-Schule zu
sammenkommen. Er lirsnt armen Wöchnerinnen die Bekleidung für