Full text : Preußisches Landbuch

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die  darin  befindlichen  sechs  Nonnen  sich  mit  Erziehung  von  Waisenkindern. ­


Franziska,lerimiemÄlosier  zn  Trier.
Eine  geistliche  Schwesterschaft,  welche  außer  der  Anstalt  zu  Trier  eine
größere  Anstalt  zu  Karthausc  —  eine  höhere  Bildungs-Anstalt  für  Mädchen ­
  und  eine  Waisen-Anstalt  —  besitzt.
Franziskanerinnen-Kloster  zu  Zons  (Neuß),
ein  Unterrichts-Institut,  besten  Leiterinnen  ein  Pensionat  für  junge
Mädchen  haben  und  außerdem  an  der  Elementar-Mädchenschule  unterrichten. ­
  —  Kleinkinder-Bewahr-Anstalt  mit  etwa  40  Kindern.

Französisches  Gymnasium  zu  Berlin.

Früher  Collège  royal  français,  am  1.  Dezember  1689  eröffnet,  zu
Anfang  des  vorigen  Jahrhunderts  mit  ferneren  Königl.  Unterstützungen
aus  der  Stralauer  Straße  nach  dem  jetzigen  Lokale  (Niederlagstraße  2.)
verlegt,  und  seitdem  fortwährend  erweitert.  In  den  drei  untern  Klaffen
ist  die  französische  Sprache  Untcrrichtsgegenstand,  in  den  drei  oberen
Unterrichts-Sprache.  Die  Anstalt  hat  50,000  Thlr.  Kapital-Vermögen
und  bezicht  an  6000  Thlr.  Zuschuß  aus  Staats-Fonds.  Zur  Ausbildung ­
  der  Lehrer  im  Französischen  bestehen  zwei  Reise-Stipendien
a  600  Thlr.;  die  damit  Beliehenen  sind  verpflichtet,  im  Gymnasium
wöchentlich  12  Lehrstunden  zu  ertheilen  (Wiese  S.  100.).  Noch  hat
die  Anstalt  eine  Anzahl  Freistellen  (10  pEt.),  einige  Stipendien  für
Gymnasiasten,  s.  Monod,  Oe  lrichs,  und  vertheilt  jährlich  70  Thlr.
Prämien;  ferner  besteht  seit  1842  eine  Lehrer-Wittwen-  und  Waisen-Kaste.

Französisches  Seminar  zn  Berlin.

Ein  Institut  der  französischen  Gemeinde  (Niederlagsstraße  1.)  1770
eröffnet.  Es  hat  die  Bestimmung,  für  die  französische  Gemeinde  Prediger ­
  heranzubilden  und  erhält  Zuschüße  aus  den  Fonds  des  französischen ­
  Konsistorii.  Die  Zöglinge,  welche  daS  12.  Jahr  zurückgelegt  und
sich  dem  geistlichen  Stande  gewidmet  haben,  vollenden  ihr  Triennium
auf  der  Universität  in  Berlin,  oder  auch  in  Genf.  Unentgeltlich  Ausgebildete ­
  müssen  bei  ihrer  Anstellung  den  Landeskirchen  den  Vorzug
geben.  Die  Anstalt  hat  vermöge  Königl.  Munisicen;  jährlich  250  Thlr.
Stipendiengelder  für  französische  Kandidaten  der  Theologie  auf  der
Universität  zu  I  crim;  die  Verleihung  steht  dem  französischen  Konsistornnn
  zu.
Französisches  Waisenhaus  (Maison  «les  Orphelins)  zu  Berlin.
Wendung  von  IOŞ  Thlr.  erhielt  die  Anstalt  1761  von  der  Wittwe
du  Bois.  Dada  alscii  -ans  nur  für  Kinder,  die  von  wirklichen  réfugiés
abstammen,  bestimmt  war  so  vermachte  Barthélémy  (1784)  dem
Institut  1500  Thlr.,  mint  auch  solche  Kinder  französischer  Abkunft
aufgenommen  werden  mochen,  deren  Vater  ein  Deutscher  ist.  Im  Jahre
            
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