fullscreen : Die südrussische Eisenindustrie

Technische  Ausrüstung  der  südrussischen
Hüttenwerke.
Die  südrussischen  Hüttenwerke  sind  vor  dem  Jahre  1900  erbaut, ­
  sodaß  die  modernen  Bestrebungen  zur  Verminderung  der
Arbeiteranzahl  in  den  Werksbetrieben  sich  noch  nicht  haben  geltend
machen  können.  Sie  waren  erbaut  aus  dem  vollen  heraus,  in  der
Überzeugung,  daß  bei  den  in  Rußland  herrschenden  hohen  Preisen
für  Eisen  und  Eisenerzeugnisse  jede  Anlage  gewinnbringend  sein
würde;  sie  waren  erbaut  in  der  Überzeugung,  daß  der  westeuropäische ­
  Arbeitermangel  sich  nie  hier  fühlbar  machen,  und  daß  der
Lohn  des  Arbeiters  und  der  Anteil  der  Arbeiterlöhne  im  Gestehungspreis
  des  Fertigerzeugnisses  eine  winzige,  nicht  zu  beachtende  Ziffer
darstellen  würde.
H  ochofenanlagen:
Man  kann  3  Gruppen  von  Hochofenanlagen  unterscheiden:
1.  Rochofenwerke  mit  Schrägaufzügen  und  Ladung  der  Materialien ­
  durch  mechanische  und  automatisch  wirkende  Einrichtungen.
2.  Hoohofenwerke  mit  Schrägaufzügen  und  Ladung  der  Mate-,
rialien  von  Hand.
3.  Hochofenwerke  mit  vertikalen  Aufzügen  und  Ladung  der
Materialien  von  Hand.
Zur  ersten  Gruppe  gehören  nur  2  Werke:  Russo-Belge  in  Enakiewo
  und  Briansk  in  Jekaterinoslaw.  In  ersterem  ist  die  Modernisierung ­
  zwecks  Ersparung  von  Menschenkräften  am  weitesten  vorgeschritten. ­
  Ein  unterirdisches  Kanalsystem  führt  zu  den  Schrägaufzügen. ­
  Die  Ladung  der  Kübel  geschieht  durch  Löffelbagger  und
elektrische  Kräne,  die  über  den  Vorratsplätzen  sich  bewegen.  Die
Anlage  ist  noch  nicht  fertig.  An  zweiter  Stelle  steht  die  Briansker
Gesellschaft,  die  ebenfalls  durch  ein  unterirdisches  Kanalsystem  die
Kübel  an  die  Schrägaufzüge  heranführt.  Die  Ladung  der  Kübel
geschieht,  soweit  die  Materialien  nicht  durch  die  zahlreichen  Luken
von  selbst  in  die  Kübel  hineinrollen,  von  Hand.  Immerhin  be ­
            
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