Full text : Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

et Der Kampf Afrikas um seine Befreiung,
Landes zu lenken und sein politisches und wirtschaftliches Leben sicherzustellen.
 Es ist ein beliebtes Argument der Kolonisatoren, daß wir nach
Erhalt unserer Freiheit eine protektionistische Politik treiben würden.
Gegen diese Unterstellung protestieren wir. Unsere Grenzen werden denen
weit offen stehen, die bei uns arbeiten und mit uns in Frieden leben wollen,
unter der Bedingung, daß wir die politischen und wirtschaftlichen Rechte
in unserm Lande besitzen.
Unser Kampf für die Unabhängigkeit wird hart sein, um so mehr, als
die Regierung soeben die Grundlagen für ein bisher in Algerien, Tunis und
Marokko unerhörtes Militärsystem geschaffen hat. Es besteht in der Koordination
 und der Konzentration der Kräfte. Und mit dieser Umwandlung
werden wir in Zukunft das bizarre Schauspiel erleben, daß man die algerischen
 Korps gegen die tunesischen Divisionen wirft. Der französische Imperialismus
 will einen Brudermord bei uns entfachen. Ich hoffe, daß der
siegreiche Kampf des chinesischen Volkes um seine Befreiung das Signal für
die Befreiung von uns allen sein wird, und ich versichere das kämpfende
chinesische Volk der Unterstützung der unterdrückten Völker. Dank der Vereinigung
 aller unterdrückten Völker und mit der Unterstützung des Weltproletariats
 hoffen wir die Zerstörung des Imperialismus zu erreichen und
eine wahrhaft menschliche Gesellschaft zu schaffen. Ich grüße die Vertreter
der Brudervölker, die hier an diesem Kongreß anwesend sind. Ich grüße von
ganzem Herzen das französische Proletariat, das uns unterstützt hat und auch
heute noch unterstützt.
Nun noch ein Wort zu Ägypten. Wir wissen, daß auch dieses Land kolonisiert
 ist. Es ist kein unabhängiges Land, es ist ein Kolonialland. Und wenn
ich gestern auf diesem Kongreß habe sagen hören, daß Ägypten den britischen
 Imperialismus dazu bringen will, seine „Ehrenversprechen‘“ wahr zu
machen und ihm die Proklamation seiner Unabhängigkeit zu geben, so erkläre
 ich hier sehr laut, daß der Imperialismus, und zwar nicht nur der britische,
 sondern der Imperialismus der ganzen Welt noch niemals eine Ehre
gehabt hat.
Daher, um nicht noch längere Kommentare anzuschließen, erkläre ich
mich in dieser Frage eins mit der von meinem Freunde Lamine Senghor abgegebenen
 Erklärung *.
Ich beende meine Rede mit dem Rufe:
Es lebe der Sozialismus der unterdrückten Völker!
Es lebe die Sowjetrepublik, die die Welt befreit!
Es lebe die chinesische Revolution!
Es lebe der Kongreß!
* Siehe Kap. VII.

JS
            
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