14) Der Kampf des koreanischen Volkes gegen Japan.
Es lebe die chinesische Revolution!
Es lebe die revolutionäre Bewegung der unterdrückten und Niedergewor-
fenen Kolonien und der halbkolonialen Länder!
Es lebe dieser Kongreß!
Im Namen der koreanischen Delegation spricht
Kin Fa Lin (Korea),
Vertreter des koreanischen Verbandes in Frankreich:
DD“ ich meine Darlegung über die imperialistische Kolonialpolitik
Japans in Korea beginne, bitte ich Sie, mir zu erlauben, Ihnen kurz
auseinanderzusetzen, was der japanische Imperialismus eigentlich bedeutet.
In Japan besteht allgemein die Ansicht, daß die höchste Aufgabe einer
Nation darin bestehe, sich mit allen Mitteln auszubreiten, und daß es wenig
ausmache, ob diese Vergrößerung zum Schaden der Nachbarn oder gegen
die Moral geschehe, wenn nur das Ziel erreicht werde. Diese Ausdehnung
bedeute die größte Wohltat, für die alle Menschenwerte geopfert werden
dürften.
Der Ursprung des imperialistischen Dogmas geht bis zum Anfang des
Japanischen Geisteslebens zurück. Schon 200 Jahre nach Christi Geburt
versuchte der Kaiser Jingo in das Königreich der koreanischen Halbinsel
einzubrechen. Dieser Eroberungsgedanke wurde entschlossen weiter verfolgt
bis Ende des 16. J ahrhunderts, zu welcher Zeit Hidegashi einen neuen Ver-
such machte, Korea zu erobern. Innere Unruhen lenkten in den folgenden
Jahren das japanische Volk wieder von diesen Bestrebungen ab. Aber der
Gedanke wurde anfangs des 19. Jahrhunderts wieder von neuem lebendig,
als Joshida Soin, der am meisten geachtete der unter dem Namen „Genro“
(Rat der Ältesten) bekannten Staatsmänner (der Männer wie Inouy6€, Ito,
Yamagada usw. umfaßte), den japanischen Geist und einen skrupellosen
Imperialismus predigte. Er riet zur „Öffnung von Hokhaido, zur Er-
oberung von Kamtschatka und der kurilischen Inseln, zur Einverleibung der
Inseln Loochou, zur teilweisen Besetzung der Mandschurei und Formosas
und zur Präzisierung der Beziehungen zwischen Japan und Korea, mit dem
Bestreben, die Souveränität Japans über dieses Königreich zu verlangen und
gradweise eine aggressivere Tendenz zu zeigen“.
Das war das Programm des Imperialismus des modernen Japans. Sie
wissen, mit welchen brutalen und verwerflichen Mitteln dieses Programm
von dem durch die unerwarteten Siege über das kaiserliche China von 1894
und das zaristische Rußland von 1904 berauschten Reich „der aufgehenden
Sonne““ ausgeführt wurde. Die Gier der Japanischen Imperialisten begnügte
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