Full text: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

196 Der prolet. Klassenkampf zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes. 
daß nur eine kleine Anzahl organisierter Arbeiter hier vertreten ist. Ich be- 
daure dies und bedaure auch, daß das Exekutivkomitee (diejenigen, die 
den Kongreß einberufen haben), meiner Meinung nach wenigstens, nicht 
alles getan hat, um die organisierten Arbeiter der europäischen Länder auf 
diesem Kongreß als Vertreter zu haben. Es kann nun sein, daß, wenn sie auch 
alle eingeladen worden wären — die sozialistischen Parteien, die der II. Inter- 
nationale, und diejenigen Organisationen, die dem Internationalen Gewerk- 
schaftsbund angehören —, die meisten von ihnen sich aus dem einen oder 
anderen Grunde geweigert hätten, hierherzukommen. Dies ist schade, weil, wie 
ich schon bemerkt habe, diese koloniale Frage und der Kampf, der in China 
und im fernen Osten vor sich geht, so viele schwerwiegende Probleme in sich 
schließen, die von größter Bedeutung für die politische, wirtschaftliche und 
soziale Befreiung nicht nur allein der unterdrückten Rassen, sondern auch für 
die Arbeiter der ganzen Welt sind. Diese Frage hat nicht die gebührende Auf- 
merksamkeit seitens der IT. Internationale und der Amsterdamer Internationale 
gefunden. Es ist sehr schade, daß ich diese Tatsachen hier feststellen muß. Es 
hätten jedoch auf jeden Fall mehr Arbeiterorganisationen hier vertreten sein 
können, wenn sie alle eingeladen worden wären. Nun, was nicht getan worden 
ist, muß auf diesem Kongreß getan werden. Wir müssen einen Aufruf an die 
organisierten Arbeiter aller Länder erlassen, daß sie sich an dem Kampf zur 
Befreiung der unterdrückten Nationen beteiligen, welcher Rasse oder Farbe 
sie auch angehören. Wir müssen auch an die IT. Internationale und die Amster- 
damer Internationale appellieren, wie auch an die Kommunistische Inter- 
nationale und die Rote Gewerkschaftsinternationale. Wir müssen uns an 
alle Arbeiterorganisationen wenden, welcher Richtung sie auch angehören. 
Dies würde nur zeigen, daß wir für die Interessen der unterdrückten Arbeiter 
und gegen ihre Ausbeuter tätig sind. Schon vor mehr als 70 Jahren hat Karl 
Marx einen Artikel geschrieben, in dem er voraussah, was heute in China 
vor sich geht. 
Wir hoffen und müssen dafür arbeiten, daß unsere Reaktionäre, wenn 
sie durch Asien fliehen und zuletzt die chinesische Mauer erreichen und die 
Tore, die zu dem Bollwerk der Erzreaktion und des Erzkonservativismus 
führen, an dieser Mauer lesen: „Chinesische Republik! Freiheit, Gleichheit 
und Brüderlichkeit!‘“ Wir haben jetzt eine chinesische Republik, die eine Re- 
publik der Ausbeuter der Arbeiter ist. Wir müssen dafür kämpfen, daß 
unsere Reaktionäre, wenn sie an jene Mauer kommen und lesen „Chinesische 
Republik, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit‘“, dies nicht im Sinne der 
französischen Republik dort steht, sondern im Sinne der Sowjetrepublik 
Rußland. 
Wie können wir unseren chinesischen Arbeitern helfen, sich von den 
imperialistischen Unterdrückern und von ihrer eigenen kapitalistischen 
Klasse zu befreien? Wie können wir ihnen helfen. die freie Arbeiterrepublik
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.