ut Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes.
Java. Ungeachtet dessen, daß sie es sind, die die Kriegsstimmung herauf-
beschwören, beschuldigen die Imperialisten die Sowjetunion, den ersten
proletarischen Staat der Welt, die mit den Kämpfen der Kolonialvölker
gegen ihre Bedrücker sympathisiert als Anstifterin von Unruhen und als
Friedensstörerin der Welt. Die Vorbereitungen der imperialistischen Mächte,
den begonnenen Freiheitskampf der unterdrückten Völker niederzuschlagen,
sind gleichzeitig Vorbereitungen des Krieges gegen die Sowjetunion. Wir
müssen diese Absichten erkennen, um aus ihnen die entsprechenden Lehren
zu ziehen.
Die heutige Gelegenheit möchte ıch nicht vorübergehen lassen, um im
Namen der Kuomintang den Vertretern Indiens den wärmsten Dank der
Arbeiter- und Bauernmassen Chinas für den Protest gegen die Entsendung
indischer Truppen nach China zu übermitteln und gleichzeitig den Ver-
tretern Latein-Amerikas, aller kolonialen Länder und denen des internatio-
nalen Proletariats, besonders aber der englischen Arbeiterklasse, von der wir
die aktive Unterstützung der chinesischen Revolution erwarten, die enthu-
siastischsten brüderlichen Grüße auszurichten.
Der Vizepräsident der britischen Arbeiterpartei und Mitglied des Unter-
hauses
George Lansbury (England)
nimmt das Wort.
(Lansbury wird mit Hochrufen empfangen. Als er dem chinesischen De-
legierten Liau die Hand reicht, ruft er: „Dreimal hoch die Internationale!)
uerst möchte ich mich entschuldigen, daß ich erst so spät komme
und ich es nicht ermöglichen konnte, schon früher zu erscheinen.
Umstände, auf die ich jedoch keinen Einfluß habe, hielten mich bis
jetzt in England fest. Ich bin überzeugt, daß meine chinesischen Ge-
nossen meine Abwesenheit gern entschuldigen werden, wenn sie erfahren,
daß der größte Teil meiner Zeit, in der Sitzungen hier stattfanden, der Auf-
gabe gewidmet war, mit der britischen Labour Party im House of Commons
die Abstimmung zugunsten der Zurückrufung der Truppen aus China zu
sichern. Und dann kam heute das schlechte Wetter dazwischen. Es be-
deutet. für mich einen sehr großen Verlust, diesen Tag nicht mit Ihnen ver-
lebt zu haben. Ich habe schon vielen Kongressen beigewohnt, doch scheint es
mir, in meinem ganzen Leben noch keinem wichtigeren als dem, der jetzt
hier abgehalten wird.
Der Vorsitzende teilte mir mit, daß Sie mich willkommen geheißen
hätten, obwohl ich keiner der unterdrückten Nationen angehöre. Ich bin je-
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