Object: Bankbuchhaltung

192 F. Ergänzung der Buchhaltung durch Selbstkostenrechnung usw. 
legformulare, Buchungsbogen usw., so kann der Gesamtaufwand 
für einen Auftrag ermittelt werden. 
2. Man kann auch von dem Gedanken ausgehen, die für einen 
Auftrag verbrauchte Normalarbeitszeit festzustellen und die Auf- 
wendungen dafür zu errechnen. Ersteres kann erfolgen, indem 
man aus der Erfahrung heraus oder > bei rein mechanischen 
Verrichtungen + mittels Zeitstudien die Zeiten für die einzelnen 
Teilleistungen bestimmt. Der Gesamtaufwand für einen Auftrag 
setzt sich dann wie folgt zusammen: 
a) Aufwand für verbrauchte Arbeitszeit, entweder unter Zu- 
grundelegung eines Durchschnittspreises für die Zeiteinheit oder 
~ genauer = unter Berücksichtigung des Anteiles von Beamten 
der verschiedenen Gehaltsklassen an dieser Arbeit (z. B. Aufwand 
für: a Minuten Ulasse |11, b Minuten Klasse |11, € Minuten 
Klasse IV usw.). 
b) Anteil an den Kosten der Abteilungsbetriebsbereitschaft. Es 
muß errechnet werden, welcher Kostenbetrag auf eine Zeiteinheit 
bei den einzelnen Gehaltsklassen entfällt. Dieser ergibt sich aus 
der Überlegung, daß der Gesamtkostenbetrag proportional der 
Gehaltssumme auf die einzelnen Klassen und innerhalb der 
Klassen auf die Zeiteinheit verteilt wird. (3. B. Klasse I: Zahl 
der Angestellten 3.3 > 25 Tage X 8 Stunden x 60 Minuten 
36 000 Minuten. 
Kosten je Zeiteinheit kutt! H !:41:.1:1 
c) Kosten für Material unter Berücksichtigung etwaiger Ma- 
terialverluste. 
3. Die unter 1 und 2 dargestellten überlegungen führen zu 
einer weiteren Möglichkeit, und zwar zur Kalkulation auf dem 
Kundenkonto; Aufwendungen und Erträgnisse werden dort ein- 
ander gegenübergestellt. Die Gesamtaufwendungen würden sich 
auf einem solchen Konto zusammensetzen aus: 
a) Kosten für Arbeit und Material zur Führung des Kontos, 
einschließlich der anteiligen Kosten für Betriebsbereitschaft; 
b) Kosten als Folge des zugrunde liegenden Kreditgeschäftes 
(Passsiv-Zinsen, Provision usw.); 
c) Kosten der einzelnen Aufträge und Diensstleistungen, errechnet 
nach Methode 1 oder 2. Diesen Aufwendungen sind die Erträge 
aus Zinsen, Provision, Gebühren usw. gegenüberzustellen. Auf 
diese Weise ließe sich die Rentabilität eines jeden Kontos ermitteln
	        
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