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.Die Herrschaft des Wortes“,
geläufig zwei Formen des Wissens von den Handlungen. Ich
nenne sie gleich im voraus, Zustand und Entwicklung.
Um in diesen Formen zu denken, muß vorher eine Wiederkehr
im Geschehen erfaßbar sein. Aber es handelt sich wirklich nur
um eine bloße Erfassung; im Sinne eines denkenden Eingriffes in
das Erlebte. Denn von seiner Seite aus ist alles erlebte Geschehen
„singulär“, fremd aller Wiederkehr. Und dieses Sondertum geht
ihm bis ins Mark. Es hängt nicht bloß an jener Bestimmtheit in Zeit
und Ort, die allem Geschehen schon als solchem eigen ist. Es er
schöpft sich selbst in jener Mannigfaltigkeit alles Geschehens
nicht, durch die erst unsere Begriffe durchfahren. In viel tieferem
Sinne ist in unserem Geiste das Handeln stets das Eine, das keinem
anderen gleichen kann.
Alles Naturgeschehen — um wieder aus dem Gegensätze zu
erklären — fällt uns als das zeitliche Nacheinander und das örtliche
Nebeneinander der Erscheinungen zu, in das unser Denken erst hinterher
Zusammenhang bringt. Das geschieht, indem wir ursächliche Ketten
denken. Aber dabei läßt sich jedes einzelne Glied selbst an das aller
nächste nur an der Hand einer Verallgemeinerung knüpfen —
sei es im Geiste eines „Gesetzes“, oder bloß im Sinne einer „chemischen
Reaktion“ — vor deren Allgemeinheit alles Besondere er
lischt. Auch die Bestimmtheit in Raum und Zeit bleibt nicht un
berührt, sofern man nicht im voraus nur die gedachte Zeit oder den
gedachten Raum im Auge hat, den das Naturgesetz, und andererseits
z. B. die ganze Molekulartheorie zur Seite hat; davon können wir hier
absehen.
Für irgendein Fallen kommt das Fallende nur als „Schweres“ in
Betracht. Für das Ersticken eines Tieres in Kohlensäure ist es gleich
gültig, ob diese Kohlensäure im nächsten Gliede auf Calcit, oder auf
Diamant aufgefolgt war. Weil da nun überall das Besondere aufhört,
wo der Zusammenhang für unser Denken erst anhebt, fällt dem Natur
geschehen aus seinen Zusammenhängen niemals ein Gehalt zu.
Seine Eigenheit wird niemals durch etwas verstärkt, das außerhalb
seiner läge; auf solche Verstärkung münzt es ja der bildliche Ausdruck
eines „Gehaltes“. Es nimmt sich eben, von dieser Seite her betrachtet,
die „Fremdheit“ des Naturgeschehens für uns als seine Leere aus;
die zugleich eins ist mit seiner Abgerissenheit. Bei dieser Sachlage
bleibt es ganz ohne Belang, mögen wir auch die ursächlichen Ketten
als einen einzigen und allumfassenden Zusammenhang denken. Diesem
kann übrigens nie und nimmer die Welt des Handelns eingepfarrt sein;
stets nur jener „Parallelismus der Erscheinungen“, zu dem sie jeder