fullscreen: Bilanztechnik und Bilanzkritik

Reservekonten. 
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Jahr dieses Bilanzkunststückes unberührt bleibt, aber eine Re 
serve teilweise verschwindet. 
Die stille Reserve könnte in eine offene Rücklage verwandelt 
werden, wenn sie zur Gewinnverstärkung herangezogen, „liqui 
diert“ und im Verteilungsvorschlag als Rücklage in Ansatz ge 
bracht wird. Bei einer Umwandlungsgründung wurden die der 
Aktiengesellschaft überwiesenen Forderungen, die einen buch 
mäßigen Gesamtbetrag von M. 3 840 848,54 darstellten, um 
445 498,63, die eingebrachten Wechsel (Gesamtwert 451 784,69) 
mn 60 000 niedriger berechnet und in die Eröffnungsbilanz ein 
gestellt. Später wurde diese stille Reserve von zusammen 
M. 505 498,26 wieder auf Debitoren-Konto übertragen. Der aus 
dem Eingang dieser Forderungen und Wechsel zufließende Ge 
winn wurde von der Generalversammlung teilweise zurück 
gestellt: es handelte sich also um die Auflösung bzw. Liquidie 
rung einer stillen Reserve und ihre teilweise Umwandlung in 
p iue offene. 
9. Abschiritt. 
Die echten offenen 
Reservekapitalien der Aktiengesellschaften. 
(Übersicht S. 98.) 
Der Nennbetrag des Grundkapitals ist, abgesehen von einer 
Kapitalherabsetzung oder -erhöhung, unverändert unter die 
Passiva aufzunehmen (§ 261 Ziff. 5). Daraus folgt, daß auch 
Jede Kapitalansammlung über den Betrag der unveränderlichen 
Einlage hinaus als Sonderposten in der B. erscheinen muß. Da 
Aktiengesellschaften regelmäßig eigenes Kapital über den Betrag 
'bres Grundkapitals ansammeln, zu bestimmten Zwecken und 
Zu künftiger Verwendung zurückhalten, zurückstellen, reser 
vieren, Gewinnanteile von der Verteilung ausschließen und an- 
Sa mmeln müssen, so nennt man diese Teile des Reinvermögens 
ber Aktiengesellschaften Reservekonten, Ergänzungs- oder Re- 
Se wekapitalien, Reservefonds, Zusatzkapital, Rücklagen. Ein Re- 
s ervefonds ist somit der Teil des Eigenkapitals der Gesellschaft, 
ber nicht Grundkapital ist. 
Meitner, Buchhaltung und Bilanzkunde, II. 6. u. 7. Aufl- 
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