net, die Forderung nach einer besseren Gestaltung und ausgiebigeren
Verwendung dieser Reklamen zu begründen als den
Schluß, daß sie überhaupt von untergeordnetem Wert sind. Usw.
Was soll ferner daraus folgen, daß die Persönlichkeit des Verfassers
so wenig werbend wirkte. Das kommt doch ganz auf die
einzelnen Verfasser an, die auch bei dem. Diederichs’schen Verlag
nicht gleiche Werbekraft haben. Wenn die Firma Werke von
Hindenburg und anderen Männern von ähnlicher Popularität
verlegte, würde der Prozentsatz der wegen des Autors gekauften
Werke wohl gewaltig ansteigen. Was soll ferner die Rubrik:
Interessen, Studium? Das Interesse für den Stoff eines Buches
(bei geschichtlichen und gewissen literarischen Werken speziell
auch für die Zeit, um die es sich im Buch handelt)
und die Absicht es zu studieren, sind (zusammen genommen)
offenbar in sehr vielen Fällen und nicht nur in 3,3—4,7 %
ausschlaggebend für den Kauf. Man muß eben das, was das
Publikum in solche Fragebogen hineinschreibt, psychologisch
würdigen und sich klarmachen, daß Bücher immer zu bestimmten
Zwecken gekauft werden, daß der Kauf durch andere Motive
gefördert wird und daß hiervon die Frage, wie man auf das Buch
aufmerksam wurde, logisch streng zu trennen ist. Noch viel
besser aber ist es, wenn man Fragebogen, in denen es sich gleichzeitig
um logisch so verschiedene Dinge wie Hinlenkung der
Aufmerksamkeit auf ein Buch und Kaufmotive handelt, gar
nicht benützt. Und in keinem Fall darf man die Zahlen für Aufmerksamkeitserregung
und Kaufmotive (Bekanntheit des Autors!)
gleichwertig behandeln und in Prozenten einander gegenüberstellen,
wie dies hier geschehen ist. Daß natürlich im konkreten
Fall das, was die Aufmerksamkeit auf das Buch lenkt,
z. B. die Empfehlung durch dritte, auch Kaufmotiv werden kann,
steht unserer Forderung nicht entgegen. Niemals aber kann ein
Kaufmotiv an sich (man denke an die Bekanntheit mit dem
Autor) die Aufmerksamkeit auf ein neues Buch lenken.
08